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Freitag, 8. März 2013

Heute gibts mal Fisch!

Angefangen hat alles mit leckerem Spinat, den es bei Kretschmer gab und der unbedingt mit wollte. Ein paar Petersilienwurzeln mussten auch noch mit. Aber was macht man nun damit?
Nach kurzem Nachdenken blitzt ein Fisch in meinem Hirn auf und der Pawlowsche setzt auch gleich ein.
Im Kaufhof gibts feinen Winterkabeljau, auch Skrei genannt, ein schöner Fisch, der jetzt Saison hat.
Aus den Petersilienwurzeln wird ein feines Süppchen, nachdem diese mit ein paar Zwiebeln ein Weilchen geschmort wurden. Etwas Wein, Sahne und Wasser dazu und einmal durchpürieren und schon ist das Süppchen fertig. In der Suppe schwimmen geröstete Brotkrumen mit einem Klecks Haselnusspesto und auch  ein paar Tropfen Kürbiskernöl passen gut.
Zum Hauptgericht kommt neben dem Blattspinat, der nur kurz mit etwas Knoblauch zusammenfällt noch ein Püree von Roter Bete, Meerrettich und Kartoffeln, die gemeinsam ein Weilchen kochen und dann mit Butter, Petersilie und Salz und Pfeffer zerdrückt werden. Der leicht mit Zitrone gesäuerte und gesalzene Fisch kommt mit ein klein wenig Mehl nu wenige Minuten in die Pfanne mit reichlich Butter und gehobelten Mandeln. Wenn alles Farbe angenommen hat ist der Fisch auch schon gar und noch wunderbar saftig.
Voila. Lecker!
Dazu trinken wir einen sehr leckeren Proschwitzer Riesling von 2010 - Danke an Easy und Frederike.

Sonntag, 3. März 2013

Vincent Klink: "Ich rate zum Vegetarismus"

Mein Lieblingskoch Vincent Klink gibt in der ZEIT unter dem Titel "Ich rate zum Vegetarismus" ein sehr kluges Interview. Man lese am besten selbst!

Samstag, 16. Februar 2013

"Geiz isst Gaul"

Unter diesem herrlichen Titel bringt Christian Mittermeier im Nachgesalzen-Blog die aktuelle Diskussion um die Altpferdentsorgung in Tiefkühlprodukten wunderbar auf den Punkt.
Man kann es gar nicht oft genug sagen - kauft wenig verarbeitete Lebensmittel vom Händler eures Vertrauens! Da weiss man, was man auf dem Teller hat und besser schmeckt es zudem!
Wer  mal so richtig in die bunte Welt der essbaren Tiere einsteigen will, dem sei der Fleischer Birke in Dresden empfohlen. Wenn man die Auslage sieht, weiss man überhaupt nicht, worfür man sich entscheiden soll. Wir haben dort kürzlich einen wunderbaren Rücken vom Muffel nebst Zubereitungstipps und einem herrlichen Wildfonds erworben. Der Muffel wurde bei und mit unseren Dresdner Freunden zubereitet und gegessen - herrlich!
Und wenn wir schon mal in Dresden sind, sollte man das Augenmerk des geschätzten Endverbrauchers auf die VG richten! In der VG gibt es überwiegend regionale Produkte in einer phantastischen Auswahl. Selbst im tiefsten Winter gibt es dort noch eine herrliche Vielfalt an Gemüsen von Produzenten aus dem Dresdner Umland. Und das alles in Bioqualität zu einem sehr fairen Preis. Sowas würd ich mir für Chemnitz wünschen!  Hat jemand Lust?

Samstag, 1. Dezember 2012

Kürbissuppe, Schnitzel mit Rote-Bete-Stampf und Bratapfel

Gestern war mal wieder großes Kochen angesagt!
Die letzten Reste vom Kürbis landen in einer feinen Suppe. Dafür wird eine Zwiebel angeröstet, wenn diese Farbe bekommt, kommen Gewürze nach Lust und Laune sowie Knoblauch dazu und rösten kurz mit. Dieses Mal wanderten Koriander, Curcuma, etwas Currypulver, Chili und Kardamom in den Topf. Kürbis dazu, mit Sherry ablöschen und mit Wasser aufgießen. Mir fallen noch getrocknete Feigen in die Hände, zwei davon kommen mit in die Suppe und dann kochen bis alles weich ist. Nach dem Pürieren mit Salz und Pfeffer abschmecken, fürs Auge kommen klein gewürfelte rote Paprika hinzu, die noch 10 Minuten mit ziehen dürfen. Schlußendlich noch reichlich gehacktes Basilikum - et voila, großartig!  
Schnitzel muss man ja fast nicht erklären: Kalbsschnitzel klopfen, würzen, leicht mehlieren und mit Ei und Semmelbrösel panieren. In reichlich Butterschmalz kurz braten, bis die Schnitzel eine appetitliche Farbe haben. Etwas aufwändiger ist die Beilage, für die zunächst eine Rote Bete sowie drei große Kartoffeln jeweils in Folie im Ofen gebacken werden, bis sie weich sind. Die letzten Minuten kommen noch zwei Knoblauchzehen dazu, die leicht Farbe annehmen dürfen. Gemüse pellen und warm mit dem Knoblauch, reichlich Butter, ein wenig Meerrettich und gehackter Petersilie stampfen. Für meinen Geschmack darf das Produkt im Mund noch deutlich Struktur haben. Milch hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, mit Salz und Pfeffer abschmecken und der zweite Gang ist fertig. Es versteht sich, dass man den Stampf vor dem Zubereiten der Schnitzel fertig hat. Absolut lecker!
Schlussendlich der Dessertklassiker zur Adventszeit: Bratapfel. Dazu werden geeignete Äpfel, in unserem Falle der gute Boskopp aus Mutters Garten, vom Kerngehäuse befreit. In diese Löcher kommt ein Gemenge aus gerösteten Mandeln, Rumrosinen, Konfitüre (schwarze Johanna) und etwas Kokosraspel. Ab in den Ofen bis die Haut aufreisst , leicht abkühlen lassen und mit Vanillesauce servieren. Geil! Warum macht man dieses simple Dessert nicht öfter? Das verträgt sicher auch noch viele Varianten der Füllung! Mir kommen Zimt, Feigen, Pistazien oder Marzipan in den Sinn ...

Sonntag, 18. November 2012

Wilde Sau

Wilde Sau stand heute auf dem Speiseplan. Selbige lag seit Freitag in feiner Buttermilch vom Rößlerhof, nebst einigen Gewürzen (Pfeffer, Salz, Wacholder, Piment, Lorbeer) und Wurzelgemüsen (Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel). Heute nun durfte die Sau raus, wurde kross angebraten, ebenso wie das Wurzelgemüse und dann für gut zwei Stunden zusammen mit der Buttermilch ab in den Ofen. Nebenher wurde eine Quitte mit einer Schalotte karamelisiert und mit Gewürzen aufgekocht. Nach dem Einreduzieren der Soße vom Schwein ging diese mit dem Quittenmus eine feine Verbindung zu einem schönen Sößchen ein.
Sau alleine ist fad, also musste noch eine würdige Beilage her. Beim Lommatzscher Gemüsebauern auf dem Markt gab es schönen Rosenkohl, ganz kleine Röschen, die ich alle noch mal halbiert habe. Wenig feinst gewürfelter Speck wird mit Butter angebraten, der Kohl dazu, etwas Zucker, Salz, Pfeffer, ein wenig Kümmel und schmoren lassen. Mit ein wenig Flüssigkeit aufgegossen hat man schon nach gar nicht all zu langer Zeit den geilsten Rosenkohl aller Zeiten.
Schließlich kommen noch Wickelklöße herzu, für die ein Kilo gekochter Kartoffeln vom Vortag gepellt und gerieben wird. Dazu 400 g Mehl und zwei Eier sowie Muskat und ordentlich Salz.  Das Ganze wird zu einem Teig verknetet, flach ausgerollt und schließlich werden kleine Quadrate mit in Butter gebratenen Semmelbröseln bestrichen und zusammengerollt. Die Wickelklöße waren mir etwas groß geraten, so dass sie fast eine halbe Stunde brauchten, bis sie im leise kochenden Wasser munter und leicht oben schwammen. Fein!
Übrigens reicht diese Menge Klöße für ca. 8 Portionen und das ist auch gut so, denn die restlichen Klöße verschwinden im Tiefkühler und harren ihrer Erweckung in Form gebratener Klöße. Fast noch besser, als im frischen Zustand!
Diese Wildsau war nicht umsonst auf der Welt.

Donnerstag, 1. November 2012

Appetit machen

An solchen trüben Novembertagen hat man ja Zeit, Kochbücher zu wälzen und neue leckere Gerichte rauszusuchen. Nach ausgiebiger Bewertung bezüglich des zu erwartenden Geschmackserlebnisses im Verhältnis zum Herstellungsaufwand sind eine ganze Reihe neuer Rezepte in die engere Auswahl gekommen. Gemischt mit etablierten Klassikern dürft Ihr Euch auf folgende Leckereien am Buffet freuen (Änderungen vorbehalten):

   * Tomatensuppe
   * Chili Con Carne
   * Lammkeule mit Safran
   * gefüllte Pilze
   * Kleine Kartoffeln mit Bergkäse
   * Speckröllchen mit Pflaumen
   * Marinierte Champis
   * Tomate Mozarella Basilikum-Spießchen
   * Oliven-Käse-Aufstrich
   * Avocadocreme
   * Süß saure Möhren
   * geröstete rote und gelbe Bete
   * Couscous mit Aprikosen und Kürbis
   * Ruccola, Tomate, Parmesan
   * Kartoffelsalat mit Ei, Gurke, Apfel und Mayo
   * Nudelsalat mit Champis
   * Würstchen im Schlafrock
   * Zwiebel-Lauch-Kuchen
   * Oregano-Prosciutto-Rolle
   * Kräuterpfannkuchen mit Avocado-Butter
   * Gurken-Lachs-Häppchen
   * Karamelisierte Äpfel auf Pumpernickel
   * Fleischbällchen
   * Kürbishäppchen mit Haselnusspesto
   * Kaviar-Eier
   * gefüllte Eier mit Oliven
   * Altländer Apfelkuchen
   * Käseplatte
   * Obstplatte

Für die kleinen Chemnitzer-Catering-Tage hat sich auch schon ein bewährt schlagkräftiges Küchenteam gebildet. Einer entspannten Begegnung demnächst am Buffet steht also nichts mehr im Weg!

Freitag, 21. September 2012

Rieslingsuppe und Paprikalamm

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Heute war Zeit, zum Planen, zum Einkaufen und auch zum Kochen. Folglich gab es mal wieder ein großes Menü!
Los geht's mit einer Rieslingsuppe nach einem Rezept im Wochenmarkt der ZEIT. Ich nehme die Hinweise des Autors ernst und suche nach einem feinherben Riesling von der Mosel und werde auch in der Tat im Kaufhof fündig mit einem Riesling vom Weingut Selbach-Oster (Mosel) 2011. Ansonsten folge ich dem Rezept und es entsteht wirklich ein tolles Süppchen. Die Lauchcroutons sind dabei das Tüpfelchen auf dem i. Das Ganze ist quasi eine dekonstruierte Käse-Lauch-Suppe. Sowohl Suppe also auch Croutons funktionieren übrigens hervorragend mit einem jungen aber schon recht aromatischen Gouda. Dazu gibts natürlich ein Gläschen von besagtem Riesling.
Als Hauptgericht kommt Lamm mit Paprika auf den Tisch. Inspiriert wurde das Ganze von einem Essen vor einiger Zeit in der Vinotheque, wo man gar köstliches geschmortes Rind mit Paprika servierte. Hier also Lammkeule, in grobe Stücken geschnitten. Die Stücken werden scharf angebraten. Dazu kommt reichlich Paprika und Zwiebel. Nachdem all das ein wenig Farbe bekommen hat, folgen vollreife Tomaten, ein paar getrocknete Tomaten, eine Prise Zimt, einige Knoblauchzehen und eine Handvoll getrocknete Datteln in Stücke geschnitten. All das köchelt nun gut zwei Stunden und wird immer wieder mit Rotwein abgelöscht während es zwischendurch auch mal ein bisschen rösten darf. Schließlich wird die Soße durch ein Sieb gegeben und das Fleisch kleingeschnitten sowie von Häuten und Fett befreit. Dazu kommt eine Handvoll Paprika, die noch eine halbe Stunde mit dem Fleisch köchelt. Ganz am Ende kommt noch etwas Petersilie dazu. Natürlich steht und fällt das Essen mit dem Aroma vollreifer roter Paprikaschoten, die ich heute beim Lommatzscher Gemüsemann auf dem Markt gekauft habe - natürlich frisch aus der Region. Schließlich werden hausgemachte Semmelknödel, die sich noch im Tiefkühler fanden, in Scheiben geschnitten und in Butter gebraten. Zusammen mit dem Lamm ein wunderbares Hauptgericht! Der Wein, der auch schon am Lamm ist, kommt aus dem Bordeaux (Le Parc de Château Béard, Saint Emilion, 2006) und schmeckt ganz vorzüglich dazu. Übrigens ein Geschenk vom Easy von 2010 - wird Zeit, dass der weg kommt ;) 
Schließlich folgt ein Dessert, ein schlichtes aber sehr leckeres Apfel-Crumble, mit den schönen, leicht säuerlichen Äpfeln, die ich heute im Garten geerntet habe. Quasi nichts als ein Apfelkuchen mit Streuseln ohne Boden. Dazu schmeckt wiederum der Riesling und so schließt sich der Kreis ...

Freitag, 14. September 2012

Erntedankfest

Tomaten - leckere Vielfalt
Der Spätsommmer ist die Zeit der Ernte und ich mache diese Zeit zu meinem persönlichen Erntedankfest! Zu keiner anderen Zeit des Jahres gibt es eine solche Fülle an leckeren vielfältigen Genüssen, die direkt aus unserer Region kommen. Zu keiner anderen Zeit ist es leichter, regional und saisonal einzukaufen und zu kochen. Jetzt gibt es Äpfel, Birnen und Pflaumen in zahlreichen Sorten, eine Vielfalt, die man leider im Supermarkt nicht mehr findet - wohl aber auf dem Markt oder bei ausgewählten Händlern. Vom Markt Chemnitz bringe ich heute mit nach Hause: Birnen (Butterbirne und Köstliche), diverse vollreife und zuckersüße Pflaumen, Pfirsiche (!), leckere Tomaten, Paprika, alles aus der weiteren Umgebung von Chemnitz. Die Auswahl an Gemüse ist riesig, Kartoffeln gibt es in verschiedensten Farben, Formen und Größen, verschiedene Kohlsorten werden reif, es gibt zahllose Varianten von Kürbisgemüsen, die geliebten Bete und allerlei anderes Wurzelwerk sind im Angebot. Regional und saisonal ist kein Wert an sich - aber der tolle Geschmack dieser Produkt ist das alles Entscheidende. Ich kann nur jedem empfehlen, sich durch diese Vielfalt mal durchzukosten und selbst zu probieren, wie lecker vollreife Tomaten, Paprika sein können und welche Genüsse bunte Bete oder verschiedene Kartoffelsorten bieten. Eine irre Vielfalt, die dem Supermarktkunden leider völlig unbekannt ist.
Für mich gibt es derzeit so gar keinen Grund, Obst und Gemüse im Supermarkt zu kaufen. Einzig ein paar späte Pfirsiche und die jetzt sehr leckeren Weintrauben aus Europa oder auch mal eine Melone dürfen in den Korb.
Zu wünschen wäre, dass sich auch die Gastronomie diese geschmackliche Vielfalt zu Nutze macht und Gerichte jenseits des ewig gleichen Jahresgangs der immer gleichen Bärlauch-, Spargel- und Pfifferlingskarten zu kreieren. Ich kann's doch auch :-)

Freitag, 24. August 2012

Kalbsgeschnetzeltes mit Pfifferlingen

Heut war mal wieder Zeit zum Kochen und mir stand der Sinn nach Pfifferlingen. Gesagt getan, Pfifferlinge gibts, ein Becher Sahne steht im Kühlschrank und ein großes Kalbsschnitzel ist schnell über die Theke gewandert. Jetzt gibts auch jede Menge leckere Kartoffeln, dieses Mal wandern die kleinen feinen Drillinge in den Korb. Allerdings fehlt mir jegliches Verständnis, warum man diese leckeren Kartoffeln zusammen mit einer Gewürzmischung verkaufen muss. Letztere wandert unbesehen im Müll.
Das Kalbsschnitzel wird in Streifen geschnitten und mit Senf, Knoblauch, einer klein geschnittenen Gewürzgurke sowie Salz und Pfeffer angemacht und ein wenig stehen gelassen. Die Kartoffeln aufsetzen und währenddessen werden Pilze geputzt und eine große Zwiebel klein geschnitten. Dann kommt Butter in die Pfanne, Pilze und Zwiebeln werden anbraten, bis die Zwiebeln gar sind und die Pilze Farbe bekommen haben. Nun kommt das Fleisch dazu, nicht länger als zwei Minuten bis schließlich die Sahne aufgegossen wird. Das Ganze kurz  reduzieren lassen und schon ist das Leckerli fertsch! Etwas Petersilie und Schnittlauch schaden nicht.
Das Ganze zusammen mit den Pellkartöffelchen anrichten - mmmhhh, lecker!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Lecker Gartensalat

Inspiriert von einem Rezept im Wochenmarkt der ZEIT gab es heute mal lecker Salat. Anders als im Originalrezept machte der Löwenzahn bei uns nur einen kleinen Teil des Salats aus, der überwiegende Teil waren feinste gemischte frische Salate aus dem Garten, die ersten dieses Jahres. Dazu gibt es pochiertes Ei, kross gebratenen Speck sowie Bratkartoffeln. Einfach und lecker.

Freitag, 20. April 2012

O'spargelt is!

Der erste Spargel des Jahres ist doch der Beste! Zunächst sah es gar nicht mal so gut aus. Auf dem Markt war der sächsische Spargel schon alle und das, was unsere vietnamesischen Freunde für € 3.99 als deutschen Spargel verkaufen, überzeugte mich nicht wirklich. Glücklicherweise hatte mein Lieblingsgemüseladen (Kretschmer auf der Barbarossastraße) noch feinsten Spargel aus der Pfalz. Ebenda gab es auch schöne neue Kartoffeln und man war so freundlich, mir geduldig eine Anzahl kleine Kartoffeln rauszusuchen. Feldsalat und die ersten Radieschen aus eigener Ernte mussten natürlich auch noch mit. Auf dem Markt gibt es auch einen Stand mit einem wunderbar saftigen Kochschinken, so dass alles Nötige bereit ist.
Die Radieschen werden fein gehobelt und auf einem Teller zusammen mit dem Feldsalat angerichtet. Darauf kommt Salz, Pfeffer, Olivenöl und ausgelassener Speck - das gibt schon mal ein ganz tolles Vorspeischen!
Währenddessen kochen Kartoffeln und Spargel schon vor sich hin, die Kartoffeln natürlich mit etwas Vorsprung. Der Spargel ist gar, sobald die dünneren Stangen sich leicht durchbiegen wenn man sie auf einer Gabel herausnimmt. Jetzt raus damit und keine Minute länger kochen!
Zum Spargel und den jungen Kartoffeln gibt es nichts als Butter und natürlich den Schinken - vorzüglich! Dazu noch ein schöner Riesling, ein besseres Essen kann man sich kaum vorstellen!

Sonntag, 8. April 2012

Osterlamm


Natürlich gibt's an Ostern Lamm!
Zu diesem Behufe wurden zwei dicke Scheiben von der Lammkeule 24 h in einer Marinade aus wenig Essig, reichlich Weißwein, Speck, Zwiebel, Möhre, Knoblauch sowie Kräutern und Gewürzen (Nelke, Lorbeer, Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian) eingelegt. Danach wurden die Scheiben angebraten und bei 200 Grad in der Röhre geschmort und dabei nach und nach die zuvor auf ein Drittel reduzierte Marinade zugegeben. Dazu gibt es ein einfaches Kartoffelgratin (Kartoffeln in Sahne fast weichen kochen und gratinieren) sowie Pak Choi, ein wunderbar würzig frisches Kohlgemüse.
Vor dem Lamm kam eine äußerste leckere Fenchelrahmsuppe auf den Tisch. Fenchel erst mit Zwiebel und später mit Knoblauch, Koriander und Kurkuma anschwitzen, mit etwas Flüssigkeit und natürlich einem guten Schluck Sahne auffüllen, weich kochen und pürieren. Am Ende kommt das gehackte Grün vom Fenchel sowie Lauchzwiebel und Petersilie dazu - fertig!
Natürlich darf auch beim Dessert die Sahne nicht fehlen, denn schließlich haben wir einen der höchsten christlichen Feiertage zu zelebrieren! Also gibt es ein Panna cotta (Sahne mit Zucker und Vanille kochen, etwas Gelatine dazu und einige Stunden kühlen) mit Mangopüree und dunkler Schokolade. Lecker!

Freitag, 9. März 2012

Leberspieße mit Blattspinat und Püree von Kartoffeln, Rote Bete und Meerrettich


Heute wurde mal wieder richtig fein gekocht. Zu Leberspießen gab es Blattspinat (frisch vom Gartenbau Kretschmer) und ein ganz tolles Püree von Kartoffeln, Rote Bete und Meerettich.
Die Leberspieße entstehen durch das Umwickeln von halben Hähnchenlebern mit je einem Streifen Speck und anschließendem Aufspießen. Der Blattspinat muss nur gründlich gesäubert und von den Strünken getrennt werden. Für das Püree wird eine rote Bete mit etwas Zwiebel gekocht, nach 15 min kommen noch zwei Handvoll mehlige Kartoffeln dazu und man lässt das Ganze gar kochen (ca. 20-30 min). Einen Teil vom Kochwasser wegnehmen und den Rest mit Petersilie, einem Löffel Meerrettich, reichlich Butter (ca. 50 g) und Pfeffer und Salz stampfen. Mit dem Kochwasser und Butter die gewünschte Konsistenz einstellen und mit Meerrettich, Salz und Pfeffer abschmecken.
Voila, damit ist der erste Teil schon fertig!
Nun zwei Pfannen anheizen, in einer wird etwas Zwiebel und Knoblauch angeschwitzt und bevor das Ganze Farbe annimmt, kommt der Spinat dazu. Salzen, peffern und einfach 5 Minuten zusammenfallen lassen und dabei ab und zu umrühren. Währenddessen werden in der anderen Pfanne die Leberspieße kross gebraten, bis die Lebern grad so nicht mehr labberig sind.
Ab mit dem ganzen Zeug auf den Teller und ein ebenso köstliches wie farbenfrohes Essen ist fertig. Lecker :-)

Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachtsmenü

Nun ist Weihnachten auch schon fast wieder gegessen. Retrospektiv deshalb ein Bericht vom diesjährigen Weihnachtsmenü:
  • Carpaccio von der Gelben Bete
  • Kürbissüppchen mit Bohnenkernen
  • Geschmorte Kalbsbäckchen mit Wurzelgemüsen oder Paprika mit Grünkernfüllung auf Paprika-Tomatenragout, dazu bunte Backkartoffeln
  • Crème Brûlée oder Geschmorter Apfel mit Karamelkruste
Von den Bete hatte ich schon berichtet, die sind immer wieder ein Fest nicht nur fürs Auge. Das Kürbissüppchen entsteht wie immer frei Schnauze mit einer Zufallswürzung. Die grünen Bohnenkerne sind mehr was fürs Auge und fallen geschmacklich nicht groß auf.
Wie erhofft, waren die Kalbsbäckchen unglaublich zart und das auf einer etwas eigenartigen Webseite gefundene Rezept erzeugt zudem eine göttliche Soße. Als Gemüse gab es dazu Schwarzwurzel, Möhre und Rote Bete, die letztere seperat gegart und alles zusammen wird mit einer schönen Buttermehlschwitze serviert.
Die vegane Variante des Hauptgerichts waren lecker gefüllte Paprika, übrigens die letzten toll aromatischen Paprika aus eigenem Anbau meines Lieblingsgemüseladens. Dahinein kam Grünkernschrot (ca. 30 min auf kleiner Flamme quellen lassen), gewürzt mit gebratenen Zwiebeln, Knoblauch, getrockneten Tomaten, Rosinen, gerösteten Pinienkernen und ein klein wenig Trockenpilze - eine sehr delikate Masse. Die gefüllten Paprika kamen auf einem Ragout aus Tomaten, Zwiebeln und Paprika für ca. 1 Stunde bei 180 °C in die Röhre. Zu beiden Hauptgerichten gab es noch bunte gebackene Kartoffeln.
Für die Crème Brûlée konsultierte ich verschiedene Quellen im Internet und entschied mich für 500 ml Sahne mit 4 Eigelb und dem Inneren einer Vanilleschote und etwas Zucker vermengt (6 Portionen). Das kommt in kleinen Schälchen im Wasserbad für 1,5 h in den 100 °C warmen Ofen und danach in den Kühlschrank. Vor dem Servieren mit einer dünnen (!) Schicht Zucker bestreuen und mit einem Brenner karamelisieren. Für das vegane Dessert wurden Äpfel in der Pfanne mit Kardamom, Vanille und Zucker und ein klein wenig Rum geschmort und ebenfalls karamelisiert.

Sonntag, 27. November 2011

Wiesenthaler Advent, auf den Spuren Anton Günthers sowie ein Kalbsfrikasse

Auch wenn einem das Wetter draußen anderes glauben machen möchte, wir haben Advent!
Folglich waren wir wie jedes Jahr mit einigen Sportfreunden im Hause Seltner in Oberwiesenthal zu Gast.
Neben dem üblichen maßlosen Essen und Trinken fanden wir am Samstag auch Zeit für eine schöne Wanderung. Da die Landschaft seit langem zum 1. Advent mal wieder schneefrei war, konnten wir eine große Runde hinüber ins Tschechische nach Gottesgab machen. Dazu galt es zunächst, fast den Fichtelberg zu erklimmen, bis wir den Philosophenweg erreichen, auf dem wir uns Richtung Sachsenbaude bewegen. Von dort folgen wir dem Kammweg Richtung Tellerhäuser, bis wir auf die Grenze stoßen, wo alsbald ein Weg Richtung Gottesgab abbiegt. Dort klärt sich auch bald, wohin die Milliarden der EZB verschwunden sind, die wurden nämlich in gigantische Wander- Sikfahr- und Radelerläuterungstafeln investiert, die die Strecke nach Gottesgab säumen.
Auf schönem Weg erreichen wir nach insgesamt gut zwei Stunden den Ort des Anton-Günther-Grabs und erweisen natürlich dem Dichterfürsten des Erzgebirges die Ehre. Wenige Meter später findet sich auch schon eine freundliche Wirtschaft, wo es gutes Essen zu einem erschreckend niedrigen Preis gibt. Nach so einer Winterwanderung ist es natürlich immer wieder herrlich, in eine geheizte Wirtschaft zu kommen und das eine oder andere Bier in Empfang zu nehmen.
So an Leib und Sele gestärkt folgen wir zunächst der Straße Richtung Grenze, wo kurz nach der Grenze der Anton-Günther-Weg nach Oberwiesentahl abzweigt. Nur einen Steinwurf von der Hauptstraße entfernt, führt dieser schöne Weg durch Wiesen und ein schönes Tal hinunter in den Ort. Dieses, wie wohl auch die ganze Landschaft des Gebirgskammes, lohnt auf jeden Fall eine Wiederkehr zur Zeit der Wiesenblumenblüte. Wir sind indes nach nicht mal einer Stunde überraschend schnell zurück im Ort.
Mit einem Besuch des Weihnachtsmarktes mit nicht weniger als 6 Buden, von denen immerhin 5 geöffnet haben, sowie weiterem Essen und Trinken findet dieser schöne Tag seinen Abschluß.
Zuhause gab es dann heute noch feines Gesottenes vom Kalb, nämlich ein Frikasse! Dazu wurde ein Stück Kalb mit etwas Wurzelwerk ca. 2 h leise gesotten und sodann in Würfel geschnitten. Diese wurden zusammen mit Zwiebeln kurz in Butter angeschwitzt. Mehl dazu, gut durchrühren und dann mit Brühe auffüllen und eine gute Stunde mit einem Becher Sahne weiter leise köcheln lassen. Mit Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken - fertsch und lecker! Dazu gibt es in Butter mit Zwiebeln gedünstete rote und gelbe Bete sowie in der Schale gebratene Kartoffeln von der feinen Sorte La Ratte.
Ach, und angeschmückt ist natürlich auch, wenngleich der Weihnachtsbaum auf dem Balkon inmitten des spätherbstlichen Restgrüns etwas unmotiviert wirkt.

Sonntag, 6. November 2011

Party!


Nicht weniger als 62 Gäste konnten wir am Samstag abend bei uns begrüßen!
Dafür haben wir natürlich wie immer keine Mühen gescheut, um eine erlesene Bewirtung bereitzustellen, man hat ja schließlich einen Ruf zu verlieren :-)
So mancher hat sicher nicht von allem kosten können, deshalb hier noch mal die vollständige Liste der Köstlichkeiten vom Büffet:
  • Pflaumen mit Speck
  • Sauerkraut mit Würstchen
  • Geschmorter Spitzkohl mit Schäufele vom Schwein
  • Lammkeule mit Safran
  • Gefüllte Tomaten
  • Suppe von Paprika und Kürbis
  • Gebackene Kartoffeln
  • Marinierte Champignons
  • Marinierte Paprika
  • Süß saure Möhren
  • Avocadocreme
  • Fleischbällchen
  • Tomate-Mozarella-Spießchen
  • Carpaccio von roten, gelben und geringelten Bete
  • Nudelsalat mit Champignons
  • Bunter Nudelsalat
  • Kartoffelsalat mit Mayonnaise
  • Bunter Kartoffelsalat
  • Ruccola mit Tomatenwürfeln und Parmesan
  • Ruccola mit Tomatenwürfeln
  • Tabbouleh
  • Kaviar-Eier
  • Gefüllte Eier mit grünen Oliven
  • Serrano-Melone-Spießchen
  • Sellerie mit Käsedip
  • Pumpernickel mit Räucherfischen
  • Obstteller
  • Käse
Viel gelobt wurden wieder mal die Fleischbällchen (Berni), natürlich wie jedes Jahr die Pflaumen mit Speck, die halben Eier (Matz und Berni), das Lamm, der Sellerie (Matz) sowie die Avocadocreme (Levke) und natürlich die beiden Kuchen (Thomas). Großer Dank auf jeden Fall an die Beiköche Ron, Berni, Heidi, Matz, Levke und Thomas.
Der absolute Hingucker aus meiner Sicht war das Carpaccio von roten Bete in leuchtendem Gelb, Rot und einer geringelten Version - toll, was die Natur für Farben hervorbringt! Geschmeckt hat es natürlich auch - aber in der Hinsicht unterscheiden sich die drei Varianten kaum.
Schön war es, mal wieder viele nette Leute um sich zu haben, mit Leuten, die man lang nicht gesehen hat, reden zu können und einfach nur zu sehen, wie sich alle amüsieren!
Danke an alle, die da waren und natürlich Danke auch für all die schönen Sachen! Da war ja vieles dabei, was uns noch eine Weile beschäftigen wird :-)

Bilder gibt's hier.

Samstag, 22. Oktober 2011

Gebackene Quitten mit Entenleber


Vor der Oper gab es zuhause noch ein kleines feines leichtes Essen. Schon seit einigen Wochen strahlten mich bei den verschiedenen Gemüsehändlern meines Vertrauens wunderschöne Quitten an. Hier und da tauchten in den bekannten Blogs auch Rezepte auf, die so toll klangen, dass ich mich auch mal dieser tollen Frucht widmen musste.
Ich erwarb also bei Kretzschmar auf der Barbarossastraße zwei Apfelquitten und da erst mal kein Essen in Aussicht war, kamen die beiden zwecks Lagerung in den Kühlschrank. Schon beim nächsten Öffnen der Kühlschranktür machte sich ein betörender Duft breit, der künftige Gaumenfreuden ahnen ließ.
Gestern war es nun soweit, inspiriert durch diverse andere Rezepte entschloß ich mich, die Quitten zu backen. Dazu besorgte ich auf dem Markt noch schönen Feldsalat, nicht ohne bei regionalen Händlern auch noch feine Kartoffeln (Laura, blauer Schwede) und rote Bete (geringelt, gelb und rot) und Birnen (Köstliche von Charneux) mitzunehmen und im Kaufhof fand sich auch noch Entenleber nebst etwas Brot.
Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich ein ganz großer Freund von Birnen bin? Es gibt kaum ein köstlicheres Stück Obst, als eine gute reife Birne. Im Kühlschrank lagern derzeit Gellerts Butterbirne, Conference, eine unbekannte Birne aus dem Garten und eben besagte Köstliche von Charneux. Alle haben ihr eigenes tolles Aroma, wichtig ist nur, dass man sie bei Raumtemperatur auf den Punkt reifen lässt. Dafür braucht es etwas Erfahrung, um den Zeitpunkt abzupassen, wo die Birne perfekt im Aroma aber noch nicht zu weich ist. Passt übrigens perfekt zu einem ungesüßten Naturjoghurt, etwa dem vom Rößlerhof (Markt Chemnitz).
Ein anderes spannendes Thema wäre rote Bete, eines der tollsten Gemüse des Winterhalbjahres!
Aber zurück zu den Quitten! Diese wurden geschält, entkernt und in Streifen geschnitten, dann in der Pfanne in etwas Öl braun gebraten (ca. 10 min) und kamen danach zusammen mit einem guten Löffel Honig, einem Schluck Portwein und einer zerdrückten Knoblauchzehe für knapp 30 min in den Ofen (160°). Während die Quitten schmurgelten, wurde die Entenleber leicht in Mehl gewälzt und mit ein paar Zwiebelringen wenige Minuten in Butter gebraten. Das Ganze pfeffern und salzen und mit etwas Port ablöschen. Fertig!
Die Leber und die gebackenen Quitten kommen zusammen mit dem Feldsalat auf den Teller, dazu gibt es Brot. Lecker!

Bildquelle: Conrad Nutschan at de.wikipedia

Dienstag, 18. Oktober 2011

Kürbisgott


Nachdem mich am Wochenende die ersten leichten Nachtfröste, zum Glück noch ohne Schäden, mahnten, endlich mal die Pflanzen reinzuräumen, konnte ich heute bei schönstem Wetter zur Tat schreiten. Ca. 50 Töpfe und Kübel traten nach beherztem Rückschnitt den Weg in die Wohnung an und mussten an den verschiedenen Fenstern, im Treppenhaus und teils auch im Keller ihren Platz finden. Draußen steht nun nur noch das, was auch ein paar Grad Frost verträgt, wie zum Beispiel das wunderschöne Abutilon megapotamicum, eine Variante der Schönmalve mit rot gelben glockenartigen Blüten.
Nach so viel körperlicher Arbeit musste nun auch was Gescheites zum Essen her. Ein kürzlich in einem meiner Lieblingsblogs erschienenes Rezept für eine Kürbissuppe im Kürbis hatte mir beim Lesen schon den Mund wässrig gemacht und da eh noch ein kleiner einsamer Hokkaido-Kürbis hier rumlungerte war klar, was kommen musste. Da mir heut nicht wie vegetarisch war, gab es eine kleine Abwandlung des Originalrezeptes. Der innen ausgehöhlte Kürbis (Boden und einen Deckel ganz lassen) wird innen beherzt gesalzen und gepeffert. Das Objekt der Begierde wird sodann mit einigen gerösteten Weißbrotwürfeln, etwas mit Zwiebel und Knoblauch angebratenem Hackepeter und abwechselnd mit etlichen kleinen Würfelchen vom Appenzeller gefüllt. Das Ganze wurde noch mit Sahne aufgefüllt und spätestens jetzt hatte ich schon eine sehr konkrete Vorstellung von einem geilen Freßchen. Kürbisdeckel drauf und für eine Stunde ab in den 160 Grad heißen Ofen, von wo sich nach einiger Zeit schon vielversprechende Düfte melden.
Das Endprodukt entsprach so ganz meinen Erwartungen. Kürbis, Käse, Hackfleisch, Brot und Sahne sind eine wunderbare Verbindung eingegangen, die recht schnell verputzt war. Im Gegensatz zum Originalrezept war das Ergebnis nun gar nicht mehr suppig aber dennoch göttlich!
So einfach sind die kleinen Freuden!

Samstag, 24. September 2011

Lust auf Kochen

Nicht zuletzt inspiriert durch die tolle Küche im Böglerhof, hatte ich heute mal wieder Lust, selbst zu kochen, und zwar mal wieder richtig groß! Das Menü liest sich wie folgt:
  • Carpaccio von der Roten Bete
  • Süppchen von gerösteten Paprika und Tomaten
  • Gefüllte Tomaten
  • Ragout von Pfifferlingen mit Semmelknödel
  • Frische Melone, Pflaume und Nektarine
Die roten Bete werden mit Salz, Pfeffer, Lorbeer, Zucker, Essig, Kümmel gekocht bis sie fast weich sind und dann in Scheiben gehobelt. Diese werden mit Öl, Essig, Petersilie und feinst gehackter Zwiebel mariniert und mit Parmesanflocken angerichtet. Durch die tollen Farben der rot/gelb gestreiften Bete-Sorte ein Hingucker und ein äußerst leckerer Appetizer.
Für das Süppchen werden Paprika mit Zwiebeln angebraten und wenn diese Aroma und Farbe angenommen haben, mit Tomatenwürfeln abgelöscht. Weich kochen lassen, ein wenig Wasser und Sahne dazu und glatt pürieren. Eine Chilli unter den Paprika gibt dem ganzen eine nette Schärfe mit. Serviert mit frischen Johannisbeertomaten, etwas Petersilie und Salbei hat man schnell ein delikates Süppchen vor sich stehen.
Nachdem bisher im Freistil gekocht wurde, kommt als Zwischengericht ein Rezept aus dem hier schon zuvor hoch gelobten tollen Buch von Ottolenghi zum Einsatz: Gefüllte Tomaten. Tomaten werden mit einer Masse aus Zwiebeln, Knoblauch, Oliven, Kapern, Semmelbröseln, Minze, Petersilie und Oregano gefüllt und gebacken. Toll! Sagte ich schon, dass man das Buch kaufen muss?!
Auch für das Hauptgericht musste ein Rezept herhalten, diesmal aus dem Rezeptor-Blog der ZEIT. Die Mengen wurden etwas angepasst und die Roten Bete weggelassen, die hatten wir ja heute schon. Schmeckt aber sicher auch in der vorgeschlagenen Kombi toll.
Insgesamt ein außerordentlich leckeres Menü und das ganz ohne Fleisch. Nun fragt man sich, warum die verschiedensten Küchenchefs, wie auch immer sie heißen, so selten derart tolle vegetarische Gerichte in ihren Menüs haben. Schade, denn da geht viel geschmackliches Potential verloren! Ich esse im Übrigen nach wie vor gern Fleisch - aber die genußvolle vegetarische Küche macht mir auch grad einen Heidenspaß.
Angemerkt sei noch, dass die meisten Produkte aus der Region kommen. Die rot/gelben Bete von einem Biobauern vom Markt, Petersilie, Chilli und Oregano vom Balkon, der Paprika wie auch die Tomaten vom Gartenbau Kretschmer gleich um die Ecke (meine Empfehlung) , die Johannisbeertomaten aus eigenem Anbau, die diversen Weißbrotreste für die Semmelknödel von Chemnitzer Bäckern und die Pflaumen ebenfalls aus hiesigem Anbau vom Markt. Nur wo die Pfifferlinge her waren, möchte ich lieber nicht wissen.

Sonntag, 21. August 2011

Tomatenzeit



Kaum ist mal eine Woche Sommer, werden schlagartig auch die Tomaten im Kleinstgarten reif. Immerhin vier Pflanzen kämpfen um Ressourcen in einem großen Kübel, die rote Johannisbeertomate, eine große rote Tomate names Andenhörnchen, eine kleine Rote, die auf den Namen Sweet Million hört und schließlich noch eine namenlose kleine gelbe. Davon gab es heute erstmalig alle zusammen auf den Teller, mit etwas Öl und Basilikum eine leckere Sache!