Ansehen! ist die unbedingte Empfehlung für den jüngsten Coup unserer Frau Mössinger, ihres Zeichens umtriebige Chefin der Kunstsammlungen Chemnitz. In einer außerordentlich gelungen Zusammenstellung sind die Werke des Leipziger Künstlerpaares Neo Rauch ("Abwägung") und Rosa Loy ("Gravitation") zu sehen.
Rauchs Bilder sind absolut sehenswert. Wenn man vor den Großformaten steht, wird einem sofort klar, dass der gewaltige Hype um Rauchs Bilder nicht grundlos ist. Szenen in altmeisterlicher Handwerkskunst werden in einen absurden bis surrealen Kontext gesetzt. Vieles wirkt unterschwellig befremdlich, irritierend, beängstigend, was oftmals weniger am dargestellten Sujet als an der Wahl der Farben liegt. Man sieht idyllische Landschaften und altertümlich gekleidete Menschen in dezent giftigen Farben. Die Bilder sind voller Details und Anspielungen, die sich erst beim zweiten oder dritten Hinsehen erschließen. Großartig!
Natürlich stehen Loys Bilder im Schatten der Rauchschen, können aber in der hier gezeigten Zusammenstellung erstaunlich gut gegenhalten. Einige der Bilder sind geradezu herrlich und voller witziger Details, wie etwa "B-Plan" oder "Dienststelle". Für beide Teile der Ausstellung kann man nur raten, sich Zeit zu nehmen. Erstmal alles sichten, setzen lassen, noch mal durchgehen, im Katalog blättern, der knapp aber gekonnt Hinweise zum Sehen gibt, und dann noch mal in Ruhe alles ansehen.
Großartig ist auch, dass es Frau Mössinger gelungen ist, eine Auftragsarbeit von Neo Rauch unter dem Titel "Abwägung" mit Hilfe von Sponsorgeldern anzukaufen. Dieses herrliche Gemälde soll künftig im Ratssaal des Chemnitzer Rathauses zu sehen sein. Damit wird an eine Tradition aus besten Tagen der Stadt angeknüpft, als mit Mitteln wohlhabender Bürger eine Kunstsammlung von Weltrang geschaffen wurde und die Stadt die namhaftesten Künstler ihrer Zeit anzog. Hoffen wir, dass dieses Ereignis Ausdruck eines neuen Selbstbewusstsein der Chemnitzer Bürgerschaft ist. Möge zudem die Rauchsche Allegorie der Abwägung zwischen Hochhäusern und Natur künftigen Chemnitzer Räten ein Denkanstoss sein.
Kunstsammlungen Chemnitz bis zum 10. Februar.
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Samstag, 26. Januar 2013
Sonntag, 18. November 2012
Das Schalom am neuen Ort
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| Bildquelle: Schalom (www.schalom-chemnitz.de) |
Schon von außen macht das neue Schalom an der Zillestraße ordentlich was her. Drinnen wird es noch besser, stilvoll eingerichtet mit natürlichen Materialien, alles in einem sehr schlichten Design - einfach schön. Die gediegene Gestaltung lässt kein Detail aus, so gibt es neben der Bar zum Beispiel ein wunderschönes kleines Waschbecken zum rituellen Händewaschen. Man würde sich wünschen, in Chemnitz mehr Orte zu finden, die so gut gestaltet sind. Das Design kommt übrigens nicht von ungefähr, die Möbel stammen aus der Werkstatt von Tuffner - dort hat man dem Schalom wohl einen Freundschaftspreis gemacht - und auch die Gestalterlegende Clauss Dietel wirkte bei der Innengestaltung mit. Eine noch leere Terasse macht zudem Hoffnung auf schöne Sommerabende am Brühl.
Im Gegensatz zu früheren Besuchen im Schalom hat mich dieses Mal auch die Küche vollends überzeugt. Die verschiedenen Mezze waren ja immer schon sehr lecker. Doch dieses Mal gab es auch einen tollen Hauptgang, ein sehr leckeres Lammragout mit Couscous. Schließlich als Dessert israelische Datteln in einer Toffee-Mohnsauce - zwar elende süß, aber unglaublich lecker!
Bleibt zu hoffen, dass das Schalom nun in Chemnitz endgültig seinen Platz gefunden hat. Und dass die Brühlbelebung uns in den nächsten Jahren noch viele schöne Locations in dieser verkannten Toplage beschert.
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Dienstag, 10. April 2012
Französisch in Chemnitz
Ami nennt sich das neue Restaurant, welches jetzt an Stelle des ehemaligen Raucherlokals Schraders auf dem Kassberg neu eröffnet hat. Erfreulich daran ist auf jeden Fall schon mal, dass damit nun eine weitere Raucherkneipe ihre Türen für immer schließt. Man kann es sich eigentlich kaum noch vorstellen, dass noch vor wenigen Jahren verqualmte Kneipen und Restaurants der Normalfall waren und man selbst sogar zwischen den Gängen eines mehrgängigen Menüs schnell eine Fluppe durchziehen musste. Schön, dass diese Zeiten vorbei sind.
Aber zurück zum Ami. Die Speisekarte wirkt ein wenig so, als hätte jemand alles zusammengetragen, was sich der Deutsche, der noch nie in Frankreich war, unter französischer Küche vorstellt. Natürlich gibt es eine Sauerkrautsuppe, Schnecken, Froschschenkel und auch das obligatorische Rotweinhähnchen möchte nicht fehlen. Daneben findet man aber auch eine ganze Reihe weniger populärer aber interessanter Sachen, wie etwa eine Variation von mit Gemüse gefüllte Gemüsen. Auch von Treuffe, einer herzhaften Variante der in Sachsen bekannten Quarkkeulchen lese ich zum ersten Mal.
Das Essen was dann auf den Tisch kommt, findet allgemeines Lob und zerstreut alle anfänglichen Bedenken. Alles ist sehr lecker und ansprechend angerichtet. Der Hasenrücken den ich bekomme ist auf den Punkt zubereitet, die gefüllten Gemüse werden auch sehr gelobt, wie auch der Lachs und die verschiedenen Steaks sowie die dazu gereichten Beilagen. Gleiches gilt für die Vor- und Nachspeisen, einzig die Erbsensuppe war etwas zu kalt (aber lecker!). Aus der Topfencreme hätte man mit einem anderen Obst statt der noch recht geschmacksfreien Erdbeeren ein exzellentes Dessert machen können. Das ist aber wirklich auch schon alles, was man kritisieren kann und als Fazit bleibt: sehr lecker und eine angenehme Atmosphäre.
Bedient werden wir sehr aufmerksam und freundlich, die Zubereitung der Speisen dauert ein wenig, aber das lässt auch hoffen, dass alles frisch gekocht wird.
Man wünscht dem Lokal sehr viel mehr Gäste als an diesem Abend des Ostermontags da waren.
Die Karte wird hoffentlich öfter mal wechseln, schließlich bietet die französische Küche weit mehr als die bisher angebotenen Klassiker. Bei genügend Abwechslung spricht künftig nichts gegen regelmäßige Besuche im Ami. Der schön gelegene Biergarten (oder wie heisst das französische Pendant?) verspricht zudem schönes Draußensitzen an lauen Sommerabenden.
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Sonntag, 8. Januar 2012
Lob der Vinotheque!
Es ist mal wieder an der Zeit, die Vinotheque in Lichtenwalde zu loben!
Gestern waren wir nach einigen vergeblichen Anläufen in der Vergangenheit dort zum Essen und waren wie bisher jedes mal sehr angetan von diesem Restaurant.
Man wählt aus einer sehr übersichtlichen aber dennoch vielseitigen Karte. Ich entschied mich für Räucherforelle auf Rettichsalat sowie geschmorte Rehschulter mit Wirsing und Maronenknödeln. Beides war sehr gelungen, jede einzelne Komponente, auch auf den benachbarten Tellern, sehr lecker und von optimaler Konsistenz. Das schönste am Essen in der Vinotheque ist jedoch die Weinbegleitung. Wir begannen mit einem leckeren Crémant, dem bei mir dann zur Forelle ein Wiener Gemischter Satz und zum Hauptgang ein kräftiger Spanier folgten. Wie immer in der Vinotheque passten bei mir und meinen Begleitern die verschiedenen Weine wirklich perfekt zu den einzelnen Gängen. Zum süßen Abschluß gab es für mich noch einen halbflüssigen Schokoladenkuchen mit einem wirklich perfekt dazu passenden Sherry.
Das Ambiente stimmt natürlich auch und der einzige Wermutstropfen ist wirklich, dass die Vinotheque so weit außerhalb der Stadt liegt. Aber gern immer wieder!
Gestern waren wir nach einigen vergeblichen Anläufen in der Vergangenheit dort zum Essen und waren wie bisher jedes mal sehr angetan von diesem Restaurant.
Man wählt aus einer sehr übersichtlichen aber dennoch vielseitigen Karte. Ich entschied mich für Räucherforelle auf Rettichsalat sowie geschmorte Rehschulter mit Wirsing und Maronenknödeln. Beides war sehr gelungen, jede einzelne Komponente, auch auf den benachbarten Tellern, sehr lecker und von optimaler Konsistenz. Das schönste am Essen in der Vinotheque ist jedoch die Weinbegleitung. Wir begannen mit einem leckeren Crémant, dem bei mir dann zur Forelle ein Wiener Gemischter Satz und zum Hauptgang ein kräftiger Spanier folgten. Wie immer in der Vinotheque passten bei mir und meinen Begleitern die verschiedenen Weine wirklich perfekt zu den einzelnen Gängen. Zum süßen Abschluß gab es für mich noch einen halbflüssigen Schokoladenkuchen mit einem wirklich perfekt dazu passenden Sherry.
Das Ambiente stimmt natürlich auch und der einzige Wermutstropfen ist wirklich, dass die Vinotheque so weit außerhalb der Stadt liegt. Aber gern immer wieder!
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Samstag, 22. Oktober 2011
Viva la Mamma!
Ganz großes Theater gab es gestern wieder mal in der Chemnitzer Oper. Donizettis "Viva la Mamma", eine komische Oper, wurde in Chemnitz auf die Hinterbühne verlegt, was ganz trefflich zum Thema des Stücks passte, denn um nichts anderes ging es da, als um eine Opernprobe.
So fing das Stück auch an, zunächst viel Gerede und Gezeter, aus dem sich so peu a peu eine wunderschöne Operninszenierung entwickelt. Spielte anfangs nur Jeffrey Goldberg am Klavier zu vereinzelten Arien, kam allmählich auch die Philharmonie unter Anja Bihlmaier hinzu und das Ganze entwickelte sich immer mehr zu echter Oper.
Natürlich war das Ganze ein großer Klamauk, eine furiose Abfolge von lustigen Nummern, die mit viel Spielfreude vorgetragen wurden. Donizetti sorgte natürlich für die der italienischen Oper eigenen eingängigen Melodien. Bei all dem tollen Spiel geriet allerdings die Musik und der wunderbare Gesang, es gab viele tolle Arien, fast ein wenig zur Nebensache. Man musste sich immer mal wieder selbst darauf aufmerksam machen, dass ja hier wirklich eine Oper gegeben wird, so gut wurde auf der Hinterbühne das Thema Probe umgesetzt.
Viva la Mamma! Hingehen!
So fing das Stück auch an, zunächst viel Gerede und Gezeter, aus dem sich so peu a peu eine wunderschöne Operninszenierung entwickelt. Spielte anfangs nur Jeffrey Goldberg am Klavier zu vereinzelten Arien, kam allmählich auch die Philharmonie unter Anja Bihlmaier hinzu und das Ganze entwickelte sich immer mehr zu echter Oper.
Natürlich war das Ganze ein großer Klamauk, eine furiose Abfolge von lustigen Nummern, die mit viel Spielfreude vorgetragen wurden. Donizetti sorgte natürlich für die der italienischen Oper eigenen eingängigen Melodien. Bei all dem tollen Spiel geriet allerdings die Musik und der wunderbare Gesang, es gab viele tolle Arien, fast ein wenig zur Nebensache. Man musste sich immer mal wieder selbst darauf aufmerksam machen, dass ja hier wirklich eine Oper gegeben wird, so gut wurde auf der Hinterbühne das Thema Probe umgesetzt.
Viva la Mamma! Hingehen!
Samstag, 29. Januar 2011
Durch Stelzendorf
Bei feinstem Sonnenschein begeben wir uns heute mal wieder auf eine Stadtwanderung. Dieses Mal ging es in den Chemnitzer Westen, nach Stelzendorf.
Ausgangspunkt war der Neefepark, den wir ganz schnell auf Höhe der Bushaltestelle in östlicher Richtung verlassen, Richtung Dorflage Stelzendorf. Nach Verlassen des Neefeparks halten wir uns rechts in den Teichweg, der uns zur Stelzendorfer Straße bringt. Faszinierend, wie man nur wenige Schritte vom Einkaufszentrum sofort in dörfliche Stille eintaucht.
Der Stelzendorfer Straße folgen wir durch den Ort, kreuzen die Jagdschänkenstraße und weiter geht es Richtung Neukirchen. Das nächste Stück bis zur Schaftreibe ist recht stark befahren, dafür entschädigt aber dann die weite Aussicht, die wir geniessen nachdem wir linkerhand in die Schaftreibe abgebogen sind. Mit weitem Blick über Grüna, Rabenstein, Chemnitz und ins Erzgebirge folgen wir dem Höhenzug über die Jagdschänkenstraße und halten uns dann entlang der Luthereichenhöhe. Hinter den Häusern folgen wir einem Weg, der zunächst nach unten führt. An einer Gabelung halten wir uns rechts zur Gartenanlage und folgen dem Fahrweg durch die Anlage. Am Ende der Gärten erreichen wir ein idyllisches Tal, dem Bach linkerhand folgend gelangen wir auf einem schönen Weg zu den Schönauer Teichen, wo leider der Südring nicht mehr zu überhören ist. Nach den Teichen stoßen wir auf eine Straße die uns links wieder weg vom lärmenden Verkehr zur Stelzendorfer Straße folgen. Von hier könnte man direkt zurück zum Neefepark laufen, wir schließen aber noch eine kleine Schleife an, indem wir rechts der Stelzendorfer Straße über die Neefestraße folgen, durch eine ruhige Siedlung laufen und schließlich vor der Bahnlinie links in die Gartenanlage einbiegen. Nach ca. 100 m gelangen wir wiederum links auf einen breiten Gartenweg, der uns schließlich erneut auf schönem Weg entlang an einem Bach Richtung Neefestraße bringt. Diese unterqueren wir jetzt und halten uns nach der Unterführung immer rechts. Dieser Weg bringt uns wiederum durch die ruhige Dorflage Stelzendorfs zur Stelzendorfer Straße, der wir noch kurz folgen und schließlich rechts in den Gutsweg einbiegen, der uns direkt zurück zum Neefepark bringt.
Nach zwei Stunden haben wir somit eine wirklich schöne Runde durch dörfliche Idylle mitten in der Stadt hinter uns und finden uns mitten im samstäglichen Einkaufstrubel wieder, welchen wir kopfschüttelnd links liegen lassen und uns auf einen leckeren Kaffee zu Hause freuen.
Eine Übersichtskarte, um die Tour nachzuvollziehen, gibt es hier.
Ausgangspunkt war der Neefepark, den wir ganz schnell auf Höhe der Bushaltestelle in östlicher Richtung verlassen, Richtung Dorflage Stelzendorf. Nach Verlassen des Neefeparks halten wir uns rechts in den Teichweg, der uns zur Stelzendorfer Straße bringt. Faszinierend, wie man nur wenige Schritte vom Einkaufszentrum sofort in dörfliche Stille eintaucht.
Der Stelzendorfer Straße folgen wir durch den Ort, kreuzen die Jagdschänkenstraße und weiter geht es Richtung Neukirchen. Das nächste Stück bis zur Schaftreibe ist recht stark befahren, dafür entschädigt aber dann die weite Aussicht, die wir geniessen nachdem wir linkerhand in die Schaftreibe abgebogen sind. Mit weitem Blick über Grüna, Rabenstein, Chemnitz und ins Erzgebirge folgen wir dem Höhenzug über die Jagdschänkenstraße und halten uns dann entlang der Luthereichenhöhe. Hinter den Häusern folgen wir einem Weg, der zunächst nach unten führt. An einer Gabelung halten wir uns rechts zur Gartenanlage und folgen dem Fahrweg durch die Anlage. Am Ende der Gärten erreichen wir ein idyllisches Tal, dem Bach linkerhand folgend gelangen wir auf einem schönen Weg zu den Schönauer Teichen, wo leider der Südring nicht mehr zu überhören ist. Nach den Teichen stoßen wir auf eine Straße die uns links wieder weg vom lärmenden Verkehr zur Stelzendorfer Straße folgen. Von hier könnte man direkt zurück zum Neefepark laufen, wir schließen aber noch eine kleine Schleife an, indem wir rechts der Stelzendorfer Straße über die Neefestraße folgen, durch eine ruhige Siedlung laufen und schließlich vor der Bahnlinie links in die Gartenanlage einbiegen. Nach ca. 100 m gelangen wir wiederum links auf einen breiten Gartenweg, der uns schließlich erneut auf schönem Weg entlang an einem Bach Richtung Neefestraße bringt. Diese unterqueren wir jetzt und halten uns nach der Unterführung immer rechts. Dieser Weg bringt uns wiederum durch die ruhige Dorflage Stelzendorfs zur Stelzendorfer Straße, der wir noch kurz folgen und schließlich rechts in den Gutsweg einbiegen, der uns direkt zurück zum Neefepark bringt.
Nach zwei Stunden haben wir somit eine wirklich schöne Runde durch dörfliche Idylle mitten in der Stadt hinter uns und finden uns mitten im samstäglichen Einkaufstrubel wieder, welchen wir kopfschüttelnd links liegen lassen und uns auf einen leckeren Kaffee zu Hause freuen.
Eine Übersichtskarte, um die Tour nachzuvollziehen, gibt es hier.
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Freitag, 12. November 2010
Miese Muscheln und ein Bib Gourmand
Auf der Suche nach kulinarischen Eingebungen durch die Feinschmeckerabteilung des Kaufhofs streifend springt mir ein Päckchen Miese Muscheln ins Auge. Das war es, wonach mir der Sinn stand, ein einfaches leichtes Essen für einen Freitag Abend.
Die Muscheln zeigten sich außerordentlich vital, sprich, bis auf zwei hatten alle fest zusammengekniffene Schalen. Von den beiden wurde eine vom Herrn solange mit sanften Schlägen bearbeitet, bis sie ebenfalls zackig ihre Schalen schloß, die andere wurde aussortiert, da sie sich dann doch zu langsam bewegte und es ja auch nicht angeht, dass gar keine Muschel aussortiert wird.
Aus einem Suppenbund, einer Fenchelknolle, etwas Knoblauch und einer Flasche Riesling wird ein Sud zubereitet, der eine gute halbe Stunde vor sich hin köcheln darf. Dahinein kommen nun die mehrfach gewässerten Muscheln für 10 Minuten. Etwas Brot dazu und fertig ist ein einfaches Festessen. Das eine Kilo Muscheln ist grad recht für zwei nicht all zu hungrige Esser, vor allem dann, wenn man noch reichlich vom Gemüse und dem köstlichen Sud nascht.
Was die Profis angeht, so ist zu berichten vom Alexxanders, welches neuerdings mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet ist, dem kleinen Bruder des Michelin-Sterns, der für „sorgfältig zubereitete, preiswerte Mahlzeiten unter 35 Euro” vergeben wird. Neben dem Alexxanders treten in dieser Klasse in der Region die üblichen Verdächtigen an: Villa Esche, Blauer Engel Aue, Le Bambou Freiberg, Jagdhaus Waldidyll Hartenstein - die letzten drei stehen nun schon lange auf der Agenda und dürfen sich als so gut wie besucht betrachten. Zum Alexxanders wäre noch zu sagen, dass man dort auch mittags trefflich essen kann, wie wir neulich bei einem der seltenen Besuche des Herrn Fari in Chemnitz erfahren durften. Für mich gab es Kürbisravioli in einer Butter-Nuss-Sauce sowie ein tolles Rinderfilet, an dessen Begleiter ich mich leider nicht mehr so genau erinnere.
Ansonsten sollte erwähnt werden, dass wir kürzlich auch wieder trefflich in der Vinotheque in Lichtenwalde gespeist haben, wie nun schon des Öfteren.
Hingewiesen werden sollte aber auch darauf, dass das Heckart erneut mehrfach beim Service gepatzt hat, ebenso wie auch das Henrics. Bedauerlich, dass man sich in diesen Häusern mit einem vermeintlich hohen Anspruch einfach kein geeignetes Personal zulegen mag.
Die Muscheln zeigten sich außerordentlich vital, sprich, bis auf zwei hatten alle fest zusammengekniffene Schalen. Von den beiden wurde eine vom Herrn solange mit sanften Schlägen bearbeitet, bis sie ebenfalls zackig ihre Schalen schloß, die andere wurde aussortiert, da sie sich dann doch zu langsam bewegte und es ja auch nicht angeht, dass gar keine Muschel aussortiert wird.
Aus einem Suppenbund, einer Fenchelknolle, etwas Knoblauch und einer Flasche Riesling wird ein Sud zubereitet, der eine gute halbe Stunde vor sich hin köcheln darf. Dahinein kommen nun die mehrfach gewässerten Muscheln für 10 Minuten. Etwas Brot dazu und fertig ist ein einfaches Festessen. Das eine Kilo Muscheln ist grad recht für zwei nicht all zu hungrige Esser, vor allem dann, wenn man noch reichlich vom Gemüse und dem köstlichen Sud nascht.
Was die Profis angeht, so ist zu berichten vom Alexxanders, welches neuerdings mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet ist, dem kleinen Bruder des Michelin-Sterns, der für „sorgfältig zubereitete, preiswerte Mahlzeiten unter 35 Euro” vergeben wird. Neben dem Alexxanders treten in dieser Klasse in der Region die üblichen Verdächtigen an: Villa Esche, Blauer Engel Aue, Le Bambou Freiberg, Jagdhaus Waldidyll Hartenstein - die letzten drei stehen nun schon lange auf der Agenda und dürfen sich als so gut wie besucht betrachten. Zum Alexxanders wäre noch zu sagen, dass man dort auch mittags trefflich essen kann, wie wir neulich bei einem der seltenen Besuche des Herrn Fari in Chemnitz erfahren durften. Für mich gab es Kürbisravioli in einer Butter-Nuss-Sauce sowie ein tolles Rinderfilet, an dessen Begleiter ich mich leider nicht mehr so genau erinnere.
Ansonsten sollte erwähnt werden, dass wir kürzlich auch wieder trefflich in der Vinotheque in Lichtenwalde gespeist haben, wie nun schon des Öfteren.
Hingewiesen werden sollte aber auch darauf, dass das Heckart erneut mehrfach beim Service gepatzt hat, ebenso wie auch das Henrics. Bedauerlich, dass man sich in diesen Häusern mit einem vermeintlich hohen Anspruch einfach kein geeignetes Personal zulegen mag.
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Samstag, 2. Oktober 2010
Strellers
Aus gegebenem Anlass waren wir mal wieder lecker essen und sind dabei nun endlich mal einem Tipp gefolgt, den wir schon vor mehr als 5 Jahren erhalten haben, nämlich den, das Strellers zu besuchen. Das Restaurant liegt recht unscheinbar am oberen Ende der Bergstraße, innen erwarten einen dann aber recht gemütliche Räume für nicht all zu viele Gäste. Die Bedienung ist freundlich und sehr aufmerksam, das war aber auch keine Kunst, denn außer uns waren an einem Mittwochabend keine weiteren Gäste zu sehen.
Wir begannen mit verschiedenen Suppen, die allesamt äußerst köstlich waren (Steinpilz-Cappucino, Kürbissuppe und die Hummer-Chilli-Suppe). Es ist eigentlich erstaunlich, wie selten man immer noch solche aromatischen Suppen bekommt, der Aufwand ist ja eigentlich recht überschaubar und es tut überhaupt nicht Not, irgendwelches Tütenzeugs oder ärgere Mehlpampe als Suppe zu verkaufen, wie es leider doch immer wieder vorkommt.
Als Zwischengang kam ein Dreierlei von der Jakobsmuschel, dem dann als Hauptgang ein Chateaubriand folgte. Dieses große Lendenstück war perfekt gebraten, innen schön rosig und unglaublich zart. Dazu kamen allerlei feine Gemüse, zwei leckere Saucen und geröstetes Brot.
Damit waren wir leider schon wieder so satt, dass wir grad noch gemeinsam ein Dessert Schokoladensoufflee) vernaschen konnten. Insgesamt mit den empfohlenen Weinen ein sehr stimmiges Menü und eine unbedingte Empfehlung für dieses Restaurant.
Dumm nur, dass damit die Zahl der Restaurants, die man öfter mal besuchen müsste, wieder um eins gestiegen ist - wir kommen ja so schon kaum hinterher. Das Leben ist eben hart, aber andererseits kann man sich übleren Stress vorstellen ;)
Wir begannen mit verschiedenen Suppen, die allesamt äußerst köstlich waren (Steinpilz-Cappucino, Kürbissuppe und die Hummer-Chilli-Suppe). Es ist eigentlich erstaunlich, wie selten man immer noch solche aromatischen Suppen bekommt, der Aufwand ist ja eigentlich recht überschaubar und es tut überhaupt nicht Not, irgendwelches Tütenzeugs oder ärgere Mehlpampe als Suppe zu verkaufen, wie es leider doch immer wieder vorkommt.
Als Zwischengang kam ein Dreierlei von der Jakobsmuschel, dem dann als Hauptgang ein Chateaubriand folgte. Dieses große Lendenstück war perfekt gebraten, innen schön rosig und unglaublich zart. Dazu kamen allerlei feine Gemüse, zwei leckere Saucen und geröstetes Brot.
Damit waren wir leider schon wieder so satt, dass wir grad noch gemeinsam ein Dessert Schokoladensoufflee) vernaschen konnten. Insgesamt mit den empfohlenen Weinen ein sehr stimmiges Menü und eine unbedingte Empfehlung für dieses Restaurant.
Dumm nur, dass damit die Zahl der Restaurants, die man öfter mal besuchen müsste, wieder um eins gestiegen ist - wir kommen ja so schon kaum hinterher. Das Leben ist eben hart, aber andererseits kann man sich übleren Stress vorstellen ;)
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Mittwoch, 8. Juli 2009
Italienisch in Chemnitz
Falls bei irgend jemanden der Eindruck entstehen sollte, hier würde in jüngster Zeit mehrheitlich nur über die Chemnitzer Gastronomie rumgemosert, so soll diesem Eindruck heute mal entgegen gewirkt werden.
Wir waren im Al Castello (vormals Sassello) am Schlossplatz zu Chemnitz und haben so gut gegessen wie lange bei keinem hiesigen Italiener mehr. Während anderswo die italienische Küche bis zur Selbstverleugnung an den Geschmack des deutschen Publikums angepasst wird, bietet das Al Castello das, wofür man die italienische Küche liebt, feine Antipasti, leckere Pasta mit würzigen Soßen und aromatische Fleisch- oder Fischgerichte. Zum Start gab es gratinierte Jakobsmuscheln und wunderbar aromatische Rohschinkenröllchen gefüllt mit Pinienkernen, Parmesan und Frischkäse. Alsdann wurden aufgetragen hausgemachte Pasta, die in Form und Größe stark an Maultaschen erinnerten, aber überaus lecker gefüllt und von einer ebenso leckeren Sauce begleitet waren sowie Kalbsfilet mit Pfifferlingen, perfekt gebraten und ebenfalls sehr lecker. Zum Abschluss kamen zwei Desserts an unseren Tisch, ein Panna Cotta und eine überaus originielle mit Zitronensorbet gefüllte gefroren Zitrone. Sehr lecker und man kann dieses Restaurant eigentlich nur empfehlen, zumal das Ganze auch preislich durchaus im Rahmen des für hiesige Italiener Üblichen liegt.
Einziger Malus, die Portionen sind auch hier zu groß, um ein typisch italienisches Menü durchzustehen. Das wäre echt mal eine Sensation, wenn das hierzulande mal jemand offerieren würde, ein italienisches Menü mit Antipasti, einem kleinen Pastagang und einem ebenfalls nicht zu großen Hauptgang, abgerundet von einem kleinen feinen Dessert. Guten Appetit!
Wir waren im Al Castello (vormals Sassello) am Schlossplatz zu Chemnitz und haben so gut gegessen wie lange bei keinem hiesigen Italiener mehr. Während anderswo die italienische Küche bis zur Selbstverleugnung an den Geschmack des deutschen Publikums angepasst wird, bietet das Al Castello das, wofür man die italienische Küche liebt, feine Antipasti, leckere Pasta mit würzigen Soßen und aromatische Fleisch- oder Fischgerichte. Zum Start gab es gratinierte Jakobsmuscheln und wunderbar aromatische Rohschinkenröllchen gefüllt mit Pinienkernen, Parmesan und Frischkäse. Alsdann wurden aufgetragen hausgemachte Pasta, die in Form und Größe stark an Maultaschen erinnerten, aber überaus lecker gefüllt und von einer ebenso leckeren Sauce begleitet waren sowie Kalbsfilet mit Pfifferlingen, perfekt gebraten und ebenfalls sehr lecker. Zum Abschluss kamen zwei Desserts an unseren Tisch, ein Panna Cotta und eine überaus originielle mit Zitronensorbet gefüllte gefroren Zitrone. Sehr lecker und man kann dieses Restaurant eigentlich nur empfehlen, zumal das Ganze auch preislich durchaus im Rahmen des für hiesige Italiener Üblichen liegt.
Einziger Malus, die Portionen sind auch hier zu groß, um ein typisch italienisches Menü durchzustehen. Das wäre echt mal eine Sensation, wenn das hierzulande mal jemand offerieren würde, ein italienisches Menü mit Antipasti, einem kleinen Pastagang und einem ebenfalls nicht zu großen Hauptgang, abgerundet von einem kleinen feinen Dessert. Guten Appetit!
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Mittwoch, 27. Mai 2009
Wahl-C-Mat
Das bekannte Wal-O-Mat Projekt gibt es jetzt in einer Chemnitzer Version. Natürlich hab ich mich sofort ran gemacht und fleissig Thesen bejaht oder abgelehnt. Das Ergebnis ist dann doch etwas überraschend, liegt doch keineswegs die von mir favorisierte Partei vorn, sondern zuvor kommen Liste C und CDU! Erst auf Rang drei folgen die Grünen, nahezu gleichauf mit der FDP. Erwartungsgemäß weit abgeschlagen liegen allerlei rechte und linke Parteien.
Tja, da muss ich mir die Liste C wohl noch mal näher ansehen ;) Wie ich das Ergebnis der CDU einordnen soll, weiss ich auch noch nicht so recht - verbindet mich doch mit dieser Partei bisher herzlich wenig. Sicher werden auch weiterhin einige mir namentlich bekannte Chemnitzer Protagonisten dieser Partei zuverlässig verhindern, dass die Stimmen von mir bekommen, aber interessant ist es schon, dass sie von meinen lokalpolitischen Vorstellungen gar nicht so weit weg sind.
Das führt uns natürlich zur Frage, darf man bei der Kommunalwahl Parteien oder Vereinigungen wählen, deren sonstige politische Ziele man eigentlich nicht gut heisst, aber deren kommunalpolitische Ideen man sympathisch findet? Für mich eigentlich dann doch klar mit NEIN zu beantworten.
Zur Liste C, mal kurz schauen, was da so ist. Mmmhh, die Ziele sind nun doch bissel arg auf Familie und Kinder fokussiert. Nicht dass das nicht wichtig wäre, aber Chemnitz hat sicher noch andere wichtige Baustellen, z. B. die Stadtentwicklung, da seh ich auf die Schnelle gar nix. Und die Personen? Mir unbekannt, bis auf den Law & Order Mann vom Sonnenberg, Herrn Schölla, und der hat in den vergangenen Jahren bei mir schon reichlich Antipathien gesammelt. Das wird also nix ...
Tja, was bleibt? Wie immer, eine Wahl, wo man von keiner Partei wirklich überzeugt ist, sondern eher das Gefühl der geringsten Bauchschmerzen entscheiden wird.
Wo wir gerade von Chemnitz reden - da gibt es eine tolle neue Imagekampagne, hoffentlich gibt das mal einigen der zu Wählenden ein paar Denkanstöße: Chemnitz zieht weg!
Übrigens, gerade Wahlwerbung im DRadio gehört - es ist einfach nur unglaublich schlecht ...
Tja, da muss ich mir die Liste C wohl noch mal näher ansehen ;) Wie ich das Ergebnis der CDU einordnen soll, weiss ich auch noch nicht so recht - verbindet mich doch mit dieser Partei bisher herzlich wenig. Sicher werden auch weiterhin einige mir namentlich bekannte Chemnitzer Protagonisten dieser Partei zuverlässig verhindern, dass die Stimmen von mir bekommen, aber interessant ist es schon, dass sie von meinen lokalpolitischen Vorstellungen gar nicht so weit weg sind.
Das führt uns natürlich zur Frage, darf man bei der Kommunalwahl Parteien oder Vereinigungen wählen, deren sonstige politische Ziele man eigentlich nicht gut heisst, aber deren kommunalpolitische Ideen man sympathisch findet? Für mich eigentlich dann doch klar mit NEIN zu beantworten.
Zur Liste C, mal kurz schauen, was da so ist. Mmmhh, die Ziele sind nun doch bissel arg auf Familie und Kinder fokussiert. Nicht dass das nicht wichtig wäre, aber Chemnitz hat sicher noch andere wichtige Baustellen, z. B. die Stadtentwicklung, da seh ich auf die Schnelle gar nix. Und die Personen? Mir unbekannt, bis auf den Law & Order Mann vom Sonnenberg, Herrn Schölla, und der hat in den vergangenen Jahren bei mir schon reichlich Antipathien gesammelt. Das wird also nix ...
Tja, was bleibt? Wie immer, eine Wahl, wo man von keiner Partei wirklich überzeugt ist, sondern eher das Gefühl der geringsten Bauchschmerzen entscheiden wird.
Wo wir gerade von Chemnitz reden - da gibt es eine tolle neue Imagekampagne, hoffentlich gibt das mal einigen der zu Wählenden ein paar Denkanstöße: Chemnitz zieht weg!
Übrigens, gerade Wahlwerbung im DRadio gehört - es ist einfach nur unglaublich schlecht ...
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