Dienstag, 10. April 2012

Bei all dem Gerede fragt man sich mitunter, womit manche Unternehmen eigentlich Geld verdienen.

Zur Abwechslung neben all dem Gefresse und Rumgerenne mal ein Blick in die Niederungen der Arbeitswelt, deren alltägliches Elend in diesem Beitrag in der Zeit gar trefflich wiedergegeben ist.
Nicht auszudenken, wie produktiv unsere Wirtschaft sein würde, wenn sich alle ungestört dem widmen könnten, was sie gut beherrschen und diejenigen die nichts beherrschen, wenigstens die anderen nicht von der Arbeit abhalten würden.
Stellt sich natürlich die Frage, was tun mit all denen, die nichts können. Telefondesinfizierer? Controller ist jedenfalls auch keine Lösung ...
Da sowieso grad Gaga in der Politik voll in Mode kommt und Vertreter einer überbewerteten Newcomerpartei allen Ernstes eine postmaterialistische Ökonomie frei nach Startrek propagieren, kommt es auf ein bisschen Bullshit mehr oder weniger ja eh nicht an.
Dann werd ich mir wohl schon mal nen Replikator kaufen gehn ...

Französisch in Chemnitz

Ami nennt sich das neue Restaurant, welches jetzt an Stelle des ehemaligen Raucherlokals Schraders auf dem Kassberg neu eröffnet hat. Erfreulich daran ist auf jeden Fall schon mal, dass damit nun eine weitere Raucherkneipe ihre Türen für immer schließt. Man kann es sich eigentlich kaum noch vorstellen, dass noch vor wenigen Jahren verqualmte Kneipen und Restaurants der Normalfall waren und man selbst sogar zwischen den Gängen eines mehrgängigen Menüs schnell eine Fluppe durchziehen musste. Schön, dass diese Zeiten vorbei sind.
Aber zurück zum Ami. Die Speisekarte wirkt ein wenig so, als hätte jemand alles zusammengetragen, was sich der Deutsche, der noch nie in Frankreich war, unter französischer Küche vorstellt. Natürlich gibt es eine Sauerkrautsuppe, Schnecken, Froschschenkel und auch das obligatorische Rotweinhähnchen möchte nicht fehlen. Daneben findet man aber auch eine ganze Reihe weniger populärer aber interessanter Sachen, wie etwa eine Variation von mit Gemüse gefüllte Gemüsen. Auch von Treuffe, einer herzhaften Variante der in Sachsen bekannten Quarkkeulchen lese ich zum ersten Mal.
Das Essen was dann auf den Tisch kommt, findet allgemeines Lob und zerstreut alle anfänglichen Bedenken. Alles ist sehr lecker und ansprechend angerichtet. Der Hasenrücken den ich bekomme ist auf den Punkt zubereitet, die gefüllten Gemüse werden auch sehr gelobt, wie auch der Lachs und die verschiedenen Steaks sowie die dazu gereichten Beilagen. Gleiches gilt für die Vor- und Nachspeisen, einzig die Erbsensuppe war etwas zu kalt (aber lecker!). Aus der Topfencreme hätte man mit einem anderen Obst statt der noch recht geschmacksfreien Erdbeeren ein exzellentes Dessert machen können. Das ist aber wirklich auch schon alles, was man kritisieren kann und als Fazit bleibt: sehr lecker und eine angenehme Atmosphäre.
Bedient werden wir sehr aufmerksam und freundlich, die Zubereitung der Speisen dauert ein wenig, aber das lässt auch hoffen, dass alles frisch gekocht wird.
Man wünscht dem Lokal sehr viel mehr Gäste als an diesem Abend des Ostermontags da waren.
Die Karte wird hoffentlich öfter mal wechseln, schließlich bietet die französische Küche weit mehr als die bisher angebotenen Klassiker. Bei genügend Abwechslung spricht künftig nichts gegen regelmäßige Besuche im Ami. Der schön gelegene Biergarten (oder wie heisst das französische Pendant?) verspricht zudem schönes Draußensitzen an lauen Sommerabenden.

Sonntag, 8. April 2012

Österliche Muldentalrunde


Auch wenn das Wetter nicht berauschend ist, zieht es uns natürlich ins Freie und so gab es heute eine schöne Runde im Muldental. Start war an der Rochsburg, wo wir auf der Hängebrücke die Mulde überqueren und flußabwärts Richtung Lunzenau laufen. Der Weg führt entlang zahlreicher Flußschleifen vorbei an steilen Felsen und durch urige Auwälder, die voller Buschwindröschen sind. Bald geht der Weg hinauf nach Berthelsdorf, mit schöner Weitsicht auf die umliegende Landschaft. Wieder unten im Tal führt uns der Weg nach Lunzenau und dort über die Mulde. Das hübsche aber leider wenig lebendige Örtchen begeistert mit einer erlesenen Sammlung skurriler Schaufensterdekorationen. Durch den Stadtpark führt der Weg am Hang entlang zur Rochsburg, wiederum durch schöne Wälder und zahlreiche Taleinschnitte mit lauschigen Bächlein, die hinunter zur Mulde fließen. Oben angekommen erreichen wir den Ort, wo ein wunderschön gelegener Panoramaweg hinüber zur Burg führt. Von dort geht es wieder hinunter zur Mulde, wo sich unsere Runde schließt. Zum Abschluss kehren wir noch recht nett im Muldenschlößchen ein. Leider ist es zu kalt für die schöne Terasse mit Blick auf Burg und Ortschaft, aber wir kommen bestimmt mal wieder in diese schöne Gegend.
Bilder von dieser Wanderung gibts hier.

Osterlamm


Natürlich gibt's an Ostern Lamm!
Zu diesem Behufe wurden zwei dicke Scheiben von der Lammkeule 24 h in einer Marinade aus wenig Essig, reichlich Weißwein, Speck, Zwiebel, Möhre, Knoblauch sowie Kräutern und Gewürzen (Nelke, Lorbeer, Salz, Pfeffer, Rosmarin, Thymian) eingelegt. Danach wurden die Scheiben angebraten und bei 200 Grad in der Röhre geschmort und dabei nach und nach die zuvor auf ein Drittel reduzierte Marinade zugegeben. Dazu gibt es ein einfaches Kartoffelgratin (Kartoffeln in Sahne fast weichen kochen und gratinieren) sowie Pak Choi, ein wunderbar würzig frisches Kohlgemüse.
Vor dem Lamm kam eine äußerste leckere Fenchelrahmsuppe auf den Tisch. Fenchel erst mit Zwiebel und später mit Knoblauch, Koriander und Kurkuma anschwitzen, mit etwas Flüssigkeit und natürlich einem guten Schluck Sahne auffüllen, weich kochen und pürieren. Am Ende kommt das gehackte Grün vom Fenchel sowie Lauchzwiebel und Petersilie dazu - fertig!
Natürlich darf auch beim Dessert die Sahne nicht fehlen, denn schließlich haben wir einen der höchsten christlichen Feiertage zu zelebrieren! Also gibt es ein Panna cotta (Sahne mit Zucker und Vanille kochen, etwas Gelatine dazu und einige Stunden kühlen) mit Mangopüree und dunkler Schokolade. Lecker!

Sonntag, 1. April 2012

Unterwegs im Elbsandstein


Nachdem schon vor 14 Tagen die Tour im Elbsandstein mit Rene, Levke, Harald, Berni und den kleinen Rackern Till, Peer und Oskar so wunderbar toll war, gab es dieses Wochenende gleich noch eine Neuauflage.
Um die frühzeitige Anfahrt zu sparen, buchten wir uns gleich in eine Pension am Rande von Wehlen ein und konnten so ohne jeden Stress zu einer kindgerechten Zeit mit Rene, Levke, Till und Peer starten. Von Wehlen ging es durch den Wehlener Grund zunächst zu den Teufelsschlüchten und zur Teufelskammer. Nicht nur für die Kleinen war der Weg durch die urigen Schluchten und unzählige Engstellen, die Erwachsene teils nur kriechend passieren konnten, ein Heidenspaß. Absolutes Highlight dieser Runde war für die Kleinen sicher die Erkundung der Heringshöhle, vor der wir dann gleich noch Levkes leckere Eierkuchen verspeisen konnten. Vermutlich war der darin enthaltene Spinat schuld, dass sich der Teufel partout nicht zeigen wollte. Vielleicht hatte er aber auch einfach nur Angst vor Tills kühnen Sprüchen, die dramatisch ausmalten, was dem Teufel blühen würde, so er sich denn zeigte. Weiter ging es in den Uttewalder Grund bis zum idyllisch gelegenen Gasthaus Waldidylle. Von dort ging es auf gleichem Weg zurück und am Wehlener Markt gab es zum Abschluss dann noch sehr leckeren Kuchen.
Für uns gab es dann noch einen Abendspaziergang nach Rathen, wo wir lernten, dass der Rosengarten, in dem wir leider nicht speisten, eigentlich doch die angenehmste Kneipe von Rathen ist. Statt dessen waren wir auf der Burg essen, was essenstechnisch gar nicht weiter aufregend war, aber dafür mit einer Luft aufwartete, aus der an einer kalten Oberfläche sicherlich Bratenfett kondensiert wäre. Kühle Flächen gab es allerdings in diesem Lokal ebensowenig wie Frischluft. Interessant ist dort allein der Blick von der Burgterasse. Um uns von dem Mief zu erholen, gab es dann noch zwei Bier in besagtem Rosengarten, wo wir dann auch sahen, dass wir da sehr viel besser hätten essen können. Nunja, beim nächsten Mal ...
Den Abend vorher waren wir in Wehlen essen, im Bauernhäusel, was aber auch nicht weiter aufregend war, ebensowenig wie übrigens unsere Pension.
Nun aber genug des Lamento, denn die Landschaft machte die kulinarischen Entbehrungen mehr als wett. Wobei an dieser Stelle vielleicht noch angemerkt sein sollte, dass es uns bei Milieustudien in der Pension und diversen Gasthäsuern gelungen ist, herauszuarbeiten, was eigentlich das Ätzende an den Gesprächen der älteren Mitbürger ist, es ist nämlich gerade diese so schwer erträgliche Mischung aus Larmoyanz und tiefer Empörung ob all der Ungerechtigkeiten dieser Welt, in die man selbst so gern verfällt.
Jedenfalls war die heutige Tour noch einmal grandios, von Wehlen ging es über den Steinrücken zum Steinernen Tisch und von dort unter Auslassung der Bastei die Schwedenlöcher hinunter. Sodann gleich wieder bergan, auf dem Pionierweg zum Hockstein, der einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Hohnstein erlaubt. Durch die Wolfsschlucht geht es hinunter ins Polenztal und nach bedeutungsloser Sättigung unter Hinzufügung weiterer Milieustudien laufen wir durch das wunderschöne Polenztal, wo zu meiner Freude noch immer reichlich Märzenbecher blühen. Bei den Polenztalwächtern führt uns dann ein Weg aus dem Tal heraus und hinüber nach Rathen. Dort stellen wir fest, dass ein Eisladen sich dumm und dämlich verdienen könnte und wandern enttäuscht weiter, zurück nach Wehlen. Dort kaufen wir lecker Eis, setzen uns damit ans Ufer der Elbe und hören weiterem Rentnergejammer zu. So geht ein schönes Wanderwochenende zu Ende und wir sind uns sicher, bald wiederzukommen.
Bilder von diesem Wochenende gibts hier.

Freitag, 9. März 2012

Leberspieße mit Blattspinat und Püree von Kartoffeln, Rote Bete und Meerrettich


Heute wurde mal wieder richtig fein gekocht. Zu Leberspießen gab es Blattspinat (frisch vom Gartenbau Kretschmer) und ein ganz tolles Püree von Kartoffeln, Rote Bete und Meerettich.
Die Leberspieße entstehen durch das Umwickeln von halben Hähnchenlebern mit je einem Streifen Speck und anschließendem Aufspießen. Der Blattspinat muss nur gründlich gesäubert und von den Strünken getrennt werden. Für das Püree wird eine rote Bete mit etwas Zwiebel gekocht, nach 15 min kommen noch zwei Handvoll mehlige Kartoffeln dazu und man lässt das Ganze gar kochen (ca. 20-30 min). Einen Teil vom Kochwasser wegnehmen und den Rest mit Petersilie, einem Löffel Meerrettich, reichlich Butter (ca. 50 g) und Pfeffer und Salz stampfen. Mit dem Kochwasser und Butter die gewünschte Konsistenz einstellen und mit Meerrettich, Salz und Pfeffer abschmecken.
Voila, damit ist der erste Teil schon fertig!
Nun zwei Pfannen anheizen, in einer wird etwas Zwiebel und Knoblauch angeschwitzt und bevor das Ganze Farbe annimmt, kommt der Spinat dazu. Salzen, peffern und einfach 5 Minuten zusammenfallen lassen und dabei ab und zu umrühren. Währenddessen werden in der anderen Pfanne die Leberspieße kross gebraten, bis die Lebern grad so nicht mehr labberig sind.
Ab mit dem ganzen Zeug auf den Teller und ein ebenso köstliches wie farbenfrohes Essen ist fertig. Lecker :-)

Sonntag, 12. Februar 2012

2011 in Bildern


So, nun ist es vollbracht, alle Bilder von 2011 sind bearbeitet, kommentiert und hochgeladen.
Hier gibt's das ganze Jahr in Bildern.
Schön so ein Rückblick, was man alles in nur einem Jahr unternommen hat. Es kommen viele Erinnerungen an schöne Tage hoch, die wir teils zu zweit und teils mit guten Freunden verbracht haben.
So gab es eine ganze Anzahl schöner Kurzurlaube: Wir waren im Mai im Elbsandstein, im Juni mit vielen Freunden in der Villa Lückendorf im Zittauer Gebirge, im August im Saale-Unstrut-Gebiet mit einem Abstecher zur Party vom Riedschor nach Wolfsburg sowie im Oktober mit Heidi, Berni und Os im Riesengebirge. Schlußendlich waren wir um Silvester noch einmal - aber dieses mal mit anderen guten Freunden - in Lückendorf. All diese Urlaube bewegten sich innerhalb der selbst auferlegten 300 km Grenze, wenn auch teils recht knapp (Wolfsburg, Riesengebirge). So ein Nahurlaub ist wirklich toll, man hat keine lange Anreise und lernt tolle Landschaften in der näheren und weiteren Umgebung kennen und da haben wir sicher noch lange nicht alle gesehen.
Eine Grenzüberschreitung gab es freilich. Die Hochzeit von Carsten und Karin zwang uns weit nach Süden und wir nutzten die Gelegenheit, gleich noch eine Woche Urlaub in den Alpen, in unserem geliebten Böglerhof in Alpbach ranzuhängen.
Neben den Urläuben gab es auch ne Menge schöner Ausflüge, so an Ostern mit den Familien in Schöneck, eine schöne Wanderung zwischen Teichmühle und Muldental, eine Wanderung auf alten Gleisen, eine schöne Tour im Herbst im Greifensteingebiet und noch viele mehr.
Ansonsten gab es auch noch die eine oder andere Party, sowie diverse Ausflüge mit Freunden, so etwa mit Rene, Levke, Till und Peer zum Kloster Altzella, ein Besuch bei Mischa in Leipzig oder das Himmelfahrtskommando mit den Queerschlägern zur Buschmühle.
Ferner wurde natürlich auch wieder des Öfteren lecker gekocht und gegessen ;)

Das Passwort für die Bilder ist allgemein bekannt oder kann bei uns erfragt werden.