Samstag, 29. Januar 2011

Durch Stelzendorf

Bei feinstem Sonnenschein begeben wir uns heute mal wieder auf eine Stadtwanderung. Dieses Mal ging es in den Chemnitzer Westen, nach Stelzendorf.
Ausgangspunkt war der Neefepark, den wir ganz schnell auf Höhe der Bushaltestelle in östlicher Richtung verlassen, Richtung Dorflage Stelzendorf. Nach Verlassen des Neefeparks halten wir uns rechts in den Teichweg, der uns zur Stelzendorfer Straße bringt. Faszinierend, wie man nur wenige Schritte vom Einkaufszentrum sofort in dörfliche Stille eintaucht.
Der Stelzendorfer Straße folgen wir durch den Ort, kreuzen die Jagdschänkenstraße und weiter geht es Richtung Neukirchen. Das nächste Stück bis zur Schaftreibe ist recht stark befahren, dafür entschädigt aber dann die weite Aussicht, die wir geniessen nachdem wir linkerhand in die Schaftreibe abgebogen sind. Mit weitem Blick über Grüna, Rabenstein, Chemnitz und ins Erzgebirge folgen wir dem Höhenzug über die Jagdschänkenstraße und halten uns dann entlang der Luthereichenhöhe. Hinter den Häusern folgen wir einem Weg, der zunächst nach unten führt. An einer Gabelung halten wir uns rechts zur Gartenanlage und folgen dem Fahrweg durch die Anlage. Am Ende der Gärten erreichen wir ein idyllisches Tal, dem Bach linkerhand folgend gelangen wir auf einem schönen Weg zu den Schönauer Teichen, wo leider der Südring nicht mehr zu überhören ist. Nach den Teichen stoßen wir auf eine Straße die uns links wieder weg vom lärmenden Verkehr zur Stelzendorfer Straße folgen. Von hier könnte man direkt zurück zum Neefepark laufen, wir schließen aber noch eine kleine Schleife an, indem wir rechts der Stelzendorfer Straße über die Neefestraße folgen, durch eine ruhige Siedlung laufen und schließlich vor der Bahnlinie links in die Gartenanlage einbiegen. Nach ca. 100 m gelangen wir wiederum links auf einen breiten Gartenweg, der uns schließlich erneut auf schönem Weg entlang an einem Bach Richtung Neefestraße bringt. Diese unterqueren wir jetzt und halten uns nach der Unterführung immer rechts. Dieser Weg bringt uns wiederum durch die ruhige Dorflage Stelzendorfs zur Stelzendorfer Straße, der wir noch kurz folgen und schließlich rechts in den Gutsweg einbiegen, der uns direkt zurück zum Neefepark bringt.
Nach zwei Stunden haben wir somit eine wirklich schöne Runde durch dörfliche Idylle mitten in der Stadt hinter uns und finden uns mitten im samstäglichen Einkaufstrubel wieder, welchen wir kopfschüttelnd links liegen lassen und uns auf einen leckeren Kaffee zu Hause freuen.
Eine Übersichtskarte, um die Tour nachzuvollziehen, gibt es hier.

Sonntag, 23. Januar 2011

La Vinotheque

Gestern waren wir wieder ein mal in der Vinotheque in Lichtenwalde. Nach einem Blick auf die Webseite des Restaurants fürchteten wir ja schon, dass es der letzte Besuch sein wird - erleichtert erfuhren wir aber von der freundlichen Bedienung, dass das Restaurant nur für einen kurzen Umbau geschlossen werden wird.
Das Essen war wiederum tadellos, einer vorzüglichen Sauerkrautschaumsuppe mit Lachs folgte ein Kalbsfilet, welches mit einer Riesengarnele, getrüffeltem Risotto sowie Gemüse von Möhren und Roten Beten daher kam. Zum Abschluss gab es ein feines Dessert welches unter dem Arbeitstitel "Mocca und Gewürz" firmierte. Der empfohlene Wein harmonierten sehr gut mit dem Hauptgang und selbst zum Dessert fand sich ein Wein, der mit den Aromen von Mocca, Gewürzen und getrockneten Kirschen mithalten konnte. Freilich ist das in einem Restaurant mit angeschlossenem Weinhandel nicht all zu schwer - aber bemerkenswert dennoch, wie treffsicher die Empfehlungen bei all unseren Besuchen bisher waren.
Ein einziges kleines Manko war die Fleischlastigkeit der Karte, heutzutage darf man schon ein vegetarisches Hauptgericht erwarten. Auf Nachfrage wurde dann auch spontan eine leckere Gemüseplatte kreiert und unsere Begleitung fand offenbar großes Glück in den als Vorspeise angebotenen Ziegenkäseravioli.
Auf jeden Fall steht die Vinotheque neben dem Alexxanders und der Villa Esche an der Spitze meiner Favoritenliste in Chemnitz.
Neben diesen fallen Resturants wie das Scala, wo man auch ganz ordentlich kocht, dann doch etwas ab. Negativ fiel mir dort kürzlich vor allem die wenig inspirierende Auswahl an Desserts auf und neben durchaus Herausragendem kommt dort eben auch immer mal Durschnittliches auf den Teller.
Sehr positiv überrascht war ich vor einigen Wochen hingegen vom Restaurant Opera im Chemnitzer Hof. Das Essen mundete uns ganz vorzüglich und auch eine exzellente Weinbegleitung dazu sorgte für viel Freude. Mal schauen, ob sich diese Qualität bei einem wiederholten Besuch bestätigt, wir werden das sicher bald noch einmal probieren.
Ebenfalls recht gut haben wir übrigens neulich auch im Ronnys auf dem Kassberg gegessen, sicher insgesamt etwas einfacher, aber die Steinpilzravioli hatten schon Klasse und auch hier sollte man öfter mal vorbeischauen.
Apropos vorbeischauen, die Agenda wird ohnehin immer größer, etwa durch einen Blick in den bei Slowfood langsam wachsenden Genussführer und natürlich in die bekannten Listen der großen Guides wie Feinschmecker, Michelin etc. In Sachen Genuss hat sich in den letzten Jahren in der Region doch enorm viel getan und man kommt mit den Restaurantbesuchen nicht mal ansatzweise hinterher. Vielleicht wird es doch langsam Zeit, professioneller Restaurantkritiker zu werden - Sponsoren mögen sich bitte melden!
Übrigens wird es heute abend auch noch ein ganz feines Essen bei Muttern geben: Gulasch mit Tobinampur und gebackenen Klößen, ein uraltes Familienrezept aus Zeiten in denen Tobinampur noch kein Trendgemüse war, sondern einfach so im Garten wuchs. Ja, auch richtig gute Hausmannskost kann Freude machen!

Sonntag, 19. Dezember 2010

Bunte Bilder für lange Winterabende

An langen Winterabenden findet man nun endlich mal die Zeit, Bilder zu sichten, zu sortieren und zu veröffentlichen. Davon profitiert nun auch die Webseite des Pfarrgartens Saxdorf, wo nunmehr um die 1000 Saxdorfer Gartenbilder veröffentlicht sind. Es lohnt sich, da mal zu stöbern und Neues wie Bekanntes zu entdecken. Der langen Winterabende kommen ja sicher noch einige und was ist schöner, als da von sonnigen Gartentagen zu träumen!
Ansonsten sei erwähnt, dass wir kürzlich erneut im Al Castello ganz hervorragend gespeist haben. Übrigens kann man dort auch allerlei italienische Spezialitäten wie etwa zahlreiche leckere Antipasti einkaufen - also unbedingt mal hingehen und es sich schmecken lassen oder wenigstens was mit nach Hause nehmen.

Freitag, 12. November 2010

Miese Muscheln und ein Bib Gourmand

Auf der Suche nach kulinarischen Eingebungen durch die Feinschmeckerabteilung des Kaufhofs streifend springt mir ein Päckchen Miese Muscheln ins Auge. Das war es, wonach mir der Sinn stand, ein einfaches leichtes Essen für einen Freitag Abend.
Die Muscheln zeigten sich außerordentlich vital, sprich, bis auf zwei hatten alle fest zusammengekniffene Schalen. Von den beiden wurde eine vom Herrn solange mit sanften Schlägen bearbeitet, bis sie ebenfalls zackig ihre Schalen schloß, die andere wurde aussortiert, da sie sich dann doch zu langsam bewegte und es ja auch nicht angeht, dass gar keine Muschel aussortiert wird.
Aus einem Suppenbund, einer Fenchelknolle, etwas Knoblauch und einer Flasche Riesling wird ein Sud zubereitet, der eine gute halbe Stunde vor sich hin köcheln darf. Dahinein kommen nun die mehrfach gewässerten Muscheln für 10 Minuten. Etwas Brot dazu und fertig ist ein einfaches Festessen. Das eine Kilo Muscheln ist grad recht für zwei nicht all zu hungrige Esser, vor allem dann, wenn man noch reichlich vom Gemüse und dem köstlichen Sud nascht.
Was die Profis angeht, so ist zu berichten vom Alexxanders, welches neuerdings mit einem Bib Gourmand ausgezeichnet ist, dem kleinen Bruder des Michelin-Sterns, der für „sorgfältig zubereitete, preiswerte Mahlzeiten unter 35 Euro” vergeben wird. Neben dem Alexxanders treten in dieser Klasse in der Region die üblichen Verdächtigen an: Villa Esche, Blauer Engel Aue, Le Bambou Freiberg, Jagdhaus Waldidyll Hartenstein - die letzten drei stehen nun schon lange auf der Agenda und dürfen sich als so gut wie besucht betrachten. Zum Alexxanders wäre noch zu sagen, dass man dort auch mittags trefflich essen kann, wie wir neulich bei einem der seltenen Besuche des Herrn Fari in Chemnitz erfahren durften. Für mich gab es Kürbisravioli in einer Butter-Nuss-Sauce sowie ein tolles Rinderfilet, an dessen Begleiter ich mich leider nicht mehr so genau erinnere.
Ansonsten sollte erwähnt werden, dass wir kürzlich auch wieder trefflich in der Vinotheque in Lichtenwalde gespeist haben, wie nun schon des Öfteren.
Hingewiesen werden sollte aber auch darauf, dass das Heckart erneut mehrfach beim Service gepatzt hat, ebenso wie auch das Henrics. Bedauerlich, dass man sich in diesen Häusern mit einem vermeintlich hohen Anspruch einfach kein geeignetes Personal zulegen mag.

Samstag, 2. Oktober 2010

Strellers

Aus gegebenem Anlass waren wir mal wieder lecker essen und sind dabei nun endlich mal einem Tipp gefolgt, den wir schon vor mehr als 5 Jahren erhalten haben, nämlich den, das Strellers zu besuchen. Das Restaurant liegt recht unscheinbar am oberen Ende der Bergstraße, innen erwarten einen dann aber recht gemütliche Räume für nicht all zu viele Gäste. Die Bedienung ist freundlich und sehr aufmerksam, das war aber auch keine Kunst, denn außer uns waren an einem Mittwochabend keine weiteren Gäste zu sehen.
Wir begannen mit verschiedenen Suppen, die allesamt äußerst köstlich waren (Steinpilz-Cappucino, Kürbissuppe und die Hummer-Chilli-Suppe). Es ist eigentlich erstaunlich, wie selten man immer noch solche aromatischen Suppen bekommt, der Aufwand ist ja eigentlich recht überschaubar und es tut überhaupt nicht Not, irgendwelches Tütenzeugs oder ärgere Mehlpampe als Suppe zu verkaufen, wie es leider doch immer wieder vorkommt.
Als Zwischengang kam ein Dreierlei von der Jakobsmuschel, dem dann als Hauptgang ein Chateaubriand folgte. Dieses große Lendenstück war perfekt gebraten, innen schön rosig und unglaublich zart. Dazu kamen allerlei feine Gemüse, zwei leckere Saucen und geröstetes Brot.
Damit waren wir leider schon wieder so satt, dass wir grad noch gemeinsam ein Dessert Schokoladensoufflee) vernaschen konnten. Insgesamt mit den empfohlenen Weinen ein sehr stimmiges Menü und eine unbedingte Empfehlung für dieses Restaurant.
Dumm nur, dass damit die Zahl der Restaurants, die man öfter mal besuchen müsste, wieder um eins gestiegen ist - wir kommen ja so schon kaum hinterher. Das Leben ist eben hart, aber andererseits kann man sich übleren Stress vorstellen ;)

Dienstag, 21. September 2010

Was blüht uns denn heute?

Ich stelle gerade fest, dass ich diese Rubrik den Sommer über sträflich vernachlässigt habe, dabei steht der Kleinstgarten gerade im prächtigsten spätsommerlichen Blütenkleid: Üppig im großen Kübel Astern und weit darüber schweben die leuchtend gelben Blüten des einjährigen Mädchenauges (Coreopsis). In voller Blüte stehen auch die vielen Fuchsien, die rote Passionsblume, vereinzelt blüht noch die gelbe Clematis und dazwischen leuchten rot die Hagebutten der Hechtrose.
Weit ragen die Blüten der Prachtkerze (Gaura) heraus, der Hibiskus ist voller roter und oranger Blüten und die Blattkakteen haben zu ungewöhnlicher Zeit noch mal Knospen angesetzt. Weiterhin blühen sehr ausdauernd die wilden italienischen Wicken, Löwenmaul, Sonnenblumen, Cosmeen, Zinnien und die leuchtend orangen kleinblütigen Studentenblumen (Tagetes), die roten Schönmalven (Abutilon) sowie natürlich Kappuzinerkresse. Alles äußerst farbenfroh, bleibt zu hoffen, dass der erste Frost noch etwas auf sich warten lässt und wir uns an dieser Pracht noch einige Wochen erfreuen können.

Boot fahren wie der Herrgott in Frankreich

Die Reise nach Frankreich beginnt mit einer Hochzeit. Gemeinsam mit vielen guten Freunden feiern wir 2 Tage lang den Matz und seine Frau in einer nicht weiter erwähnenswerten schwäbischen Kleinstadt. Ein rauschendes Fest und vor allem ein Wiedersehen mit vielen lieben Menschen. Am darauf folgenden Ruhetag bleibt noch Zeit, die Burg Hohenzollern sowie das schöne obere Donautal zu besichtigen.
Damit haben wir bereits die Hälfte der Strecke geschafft, dennoch braucht es noch mal fast 5 Stunden bis wir in einem französischen Supermarkt Vorräte tanken und diese kurz darauf in unser Hausboot umfüllen. Die Einweisung zum Boot ist recht knapp und auf französisch, ich gebe aber vor, alles zu verstehen, was rückblickend auch so grob hinkam. Vollgemüllt mit Klamotten und Vorräten wirkt das Boot zunächst recht klein, nach und nach entdecken wir jedoch üppigen Stauraum so dass das Boot dann doch recht geräumig wird. Und schon gehts los, ab in die erste Schleuse, die wir mühelos passieren. Danach ist erst mal Feierabend, der erste von etlichen Abenden irgendwo tief im Burgund und mitten in der Natur. Zum Bier gibts Kotellets mit Sahnesauce und Kartoffeln - die Küchenaussttattung auf dem Boot ist wirklich sehr ordentlich.
Auch der Test der Dusche am nächsten Morgen fällt zur vollsten Zufriedenheit aus. Während wir frühstücken, versucht ein aufgeregter Franzose uns zur Weiterfahrt zu bewegen. Wir ignorieren ih, was wir sehr bald bereuen werden. An diesem Tag tun nämlich die Franzosen das, was sie immer tun - streiken. Natürlich auch die Schleusenwärter und der aufgeregte Mann war die Notbesatzung der Schleusen, der sich dann aber erst 13:00 Uhr wieder blicken lass. Somit wurden wir zwangsweise auf eine dem Land angemessene Geschwindigkeit heruntergebremst. Am Nachmittag haben wir es dann immerhin noch bis Montbard geschafft, überglücklich passieren wir 6 Schleusen und gehen zur Feier des Tages erst mal neues Bier kaufen und später in ein freundliches Restaurant welches optisch zwar irgendwo in den 60ern stehen geblieben ist, aber überaus leckeres Essen bereithält.
So gehen nun die Tage auf dem Burgund-Kanal dahin, Boot fahren, etwa alle 2 bis 3 km schleusen, urige Natur und teils ebenso urige Schleusenwärter, die Pausen werden immer länger und der Ehrgeiz das ursprüngliche Ziel Tonnere zu erreichen schwindet dahin. Das Wetter wird täglich schöner, auf dem Flying Deck sitzend gemächlich durch die Landschaft deidelnd erkunden wir das Burgund. Gelegentliche Landgänge führen uns zu Schlössern, herrlichen alten Klöstern und in verträumte Käffer. Angelegt wird abends meist außerorts, herrlich die Ruhe und traumhaft ist so ein Essen am Tisch, der oft mitten in der weiten Landschaft steht.
Schnell ist die Woche auf dem Boot um und wir haben noch zwei Tage um das Burgund mit dem Auto zu erkunden. Zunächst besichtigen wir den Teil des Kanals den man besser nicht mit dem Boot fährt, nämlich die Schleusentreppen und den 3 km langen Tunnel am Scheitel des Kanals. Weiter nach Chateuneuf, ein uriges kleines Dörfchen mit Schloss, welches aber nichts mit dem gleichnamigen Weingut zu tun hat. Nachmittags geht es dann nach Dijon in eine schöne aber sehr laute und unruhige Altstadt. Dort gibt es abends auch wieder große Küche, dieses mal eine recht moderne und sehr leckere Interpretation der französischen Küche in einem ebenso modern gestylten Restaurant in der Nähe der Markthalle (Bistro DZ'envies). Das Menü liest sich wie folgt: 1) Marbré de foie gras de canard et pâte de mangue, savagnin, curry, amandes grillées et salsa (Entenleberpastete und eine Art Salat aus Melone und Sellerie), 2) Bouillon de légumes aux bourgeons de cassis, oeuf parfait (Gemüsesuppe mit pochiertem Ei), 3) Siphon de féves, dés de haddock et tomates séchées (Bohnenschaum mit Kabeljau und getrockneten Tomaten), 4) Porc fermier, dés seiche et chorizo des Aldudes, aubergine grillée (Schwein mit Chorizo und Aubergine), 5) Fraises confites, glace au Sechuan et lait du fruit, gros macaron (Erdbeeren, Eis, Milch und ein Keks) - lecker, nicht wahr? ;)
Am nächsten Tag geht es durch die Cote d'Or nach Beaune. Entlang der Cote reiht sich eine renommierte Weinlage an die andere, in den Orten laden unzählige Weingüter zur Verkostung. In einer Gegend in der zwei Drittel aller Grand Crus wachsen widerstehen wir jedoch der Versuchung, kistenweise Wein heimzuschleppen und begnügen uns mit einem leckeren Burgunder zum Mittagessen in einem kleinen urigen Bistro. Wunderschön ist Beaune, eine traumhafte Altstadt und spektakulär das alte Hospiz Hotel de Dieu. Wiederum gibt es abends feines Essen im Restaurant (Le Comptoir des Tontons), die Speisekarte kommt auf einer Seite, die Weinkarte ist ein Buch, der teuerste Wein zu EUR 3500, wir begnügen uns allerdings mit einem sehr viel preiswerteren Tropfen. Das Essen ist hier eher klassisch und regional, das Menü heisst "Promenade en bourgogne" und endlich bekomme ich auch mal ein Boeuf a la Bourgoignonne (Boeuf Charolais en Bourguignon, Purée de Légumes), welches wirklich auf der Zunge zergeht. Zuvor kommen Schnecken in einem feinen Kräutersud (Verrine d'Escargots de Bourgogne Henri Maire au Bouillon d'Herbes du Jardin) und eine Art Kuchen mit herzhaftem Käse (Biscuit à l'Ami du Chambertin et Vieux Marc de Bourgogne). Zum Abschluss ein ebenso simples wie genial leckeres mit Camembert überbackenes Schwarzbrot (Tartine De Chaourse au Pain d'Epeautre d'Arnaud) und schließlich ein feines Dessert (Sorbet Poire, Sirop de Cassis à l'Ancienne et Pain dEpices).
Nun heisst es schon wieder aufbrechen, über die Vogesen und einen Zwischenstopp im wunderschönen Colmar geht es nach Stuttgart, den Riedschor besuchen. Nachdem wir ihm am Abend erst mal mit feinstem Sächsisch in der ortsansässigen Gastronomie unmöglich machen, folgt am nächsten Tag eine schöne Wanderung auf den Bergen rund um Stuttgart, durch Weinberge, wunderschöne Streuobstwiesen und urige Wälder, die man im Speckgürtel Stuttgarts niemals vermuten würde.
Am nächsten Tag geht es weiter nach Siegen, zu Besuch bei Rons Bruder. Siegen an sich wirkt trostlos, die Umgebung ist jedoch sehr schön, wir wandern einen Tag lang sehr schön durch das Rothaargebirge.
Tja, und schon sind wieder zwei Wochen Urlaub rum und Chemnitz hat uns wieder!